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Chessy

DSJ - FORUM
Ausgabe 2005 - 01

Ab Ausgabe 2004-05 stehen die DSJ-Foren zusätzlich als DOC-Datei bereit: DSJ-FORUM 2005-01


Ein Jahresrückblick
- von Patrick Wiebe – 1. Vorsitzender Deutsche Schachjugend -

Liebe Freunde,

wieder ist ein Schachjahr mit eiligen Schritten an uns vorbei marschiert und hat seine ganz eigenen Spuren in der Schachlandschaft hinterlassen. Gemeinsam haben wir neue Pfade betreten und bewährte Wege weiter ausgebaut. Wir möchten das Jahresende nutzen, um noch einmal einen Blick zurückzuwerfen und die besonderen Schritte dieses Jahres hervorzuheben.

Soweit unser kurzer Rundgang durch das Schachjahr 2004, der natürlich nur einige Wege beleuchten konnte. Viele wichtige Maßnahmen und Aktivitäten wurden hier nicht genannt, sind aber nicht vergessen worden. Verschweigen möchte ich auch nicht, dass es hier und da Pannen gab und in einigen Arbeitsfeldern Leerlauf. Aber das lässt sich in einem lebendigen Jugendverband trotz aller Bemühungen wohl nicht verhindern.

Uns hat die Jugendschacharbeit 2004 wieder Spaß gemacht! Allen die mit uns gearbeitet haben, die uns unterstützt haben und die sich für das Jugendschach engagiert haben ein herzliches Dankeschön vom Vorstand.

Wir wünschen euch ein erholsames und besinnliches Weihnachtsfest, viele Tage zum Ausruhen und einen gelungenen Start in das neue Jahr.

(Patrick Wiebe)

Föderalismus-Kommission gescheitert
- KJHG vorerst unangetastet

Für viele von uns unbemerkt fand in den letzten Wochen auf bundespolitischer Ebene eine gefährliche Diskussion statt. Im Rahmen der Föderalismusdebatte sollte versucht werden, die Zuständigkeiten zwischen dem Bund und den Ländern neu zu regeln, um die in den letzten Jahren verstärkt aufgetretene bundespolitische Lähmung von Entscheidungsprozessen aufzulösen. Im Zuge dieser an sich sinnvollen Debatte kam einigen Politikern auch die Idee, man könne doch auch die Zuständigkeiten für die Jugendbelange neu zuteilen. Die Bundesorganisationen werden bisher für ihre länderübergreifende Arbeit über den Kinder- und Jugendplan des Bundes gefördert. Grundlage dafür ist das Bundesgesetzt „Kinder- und Jugendhilfegesetzt. Die Deutsche Schachjugend zum Beispiel erhält pro Jahr mit rund 40.000 Euro für Projekte wie die Jugendsprecherarbeit, die ChessGirlsCamps, Schulschachpatent, um nur einige zu nennen, vom Jugendministerium aus Berlin.

Es stand also die gesamte Bundesförderung auf dem Spiel und so wandten sich viele Verbände an ihnen nahestehende Politiker und versuchten Einfluss zu nehmen.

So auch die Deutsche Schachjugend und der Deutsche Schachbund. In einem gemeinsamen Schreiben von Präsident Alfred Schlya und dem DSJ-Vorsitzenden Patrick Wiebe wurden die Argumente für eine Beibehaltung des Kinder- und Jugendplanes vorgetragen. Und wir erhielten eine erfreuliche Resonanz, die in einem Schreiben des Bundesinnenministers Otto Schily gipfelte, der sich wie folgt äußerte:

„Ich schätze das Engagement des Deutschen Schachbundes und der Deutschen Schachjugend im Bereich des Jugendschachs sehr und teile Ihre Auffassung zum Erhalt der Bundeskompetenz für die Kinder- und Jugendhilfe.“

Die Gefahr ist nun nach Abschluss der Föderalismusdebatte gebannt. Doch leider wie auch die deutsche sportjugend in ihrer Presseerklärung (siehe unten) schreibt nut deshalb, weil sich die gemeinsame Kommission ohne eine Einigung zerstritten trennte und die Diskussion 2005 wieder aufnehmen will. Inhaltlich wurde die Frage nicht beantwortet, so dass die Gefahr weiter besteht bei jeder Neuaufnahme der Debatte. Wir müssen also weiter wachsam sein und wenn es irgend geht, weiter den Kontakt zu den Politikern aufnehmen und ihnen die Bedeutung der länderübergreifenden Jugendarbeit verdeutlichen.

(Jörg Schulz)

Presserklärung der deutschen sportjugend

Am  17. Dezember sollten die Entscheidungen über die Neuordnung der Kompetenzen von Bund und Ländern bekannt gegeben werden, statt dessen erklärten die Vorsitzenden der sogenannten Föderalismus-Kommission ein vorläufiges Scheitern der Verhandlungen. Stein des Anstoßes waren unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie viel Mitspracherecht dem Bund im Bereich der Hochschulen und Bildung zukünftig zustehen sollen. In die Erleichterung darüber, dass das Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) vorerst unangetastet bleibt, mischt sich auch Enttäuschung darüber, dass diese Entscheidung nicht aus fachlichen Gründen getroffen wurde, sondern nur ein Nebenprodukt des Reformstaus ist. Die vielen Gespräche, die VertreterInnen der dsj und zahlreicher Mitgliedsorganisationen mit PolitikerInnen geführt haben, und der intensive schriftliche Austausch mit FachpolitikerInnen erweisen sich trotz des jähen Verhandlungsendes nicht als nutzlos: Vielen Zuständigen in Bund und Ländern ist die koordinative Bedeutung der bundeszentralen Jugendorganisationen auch im Sport bewusst geworden. Die gemeinsamen Aktionen mit dem Deutschen Bundesjugendring und anderen Organisationen haben zudem gezeigt, dass die Jugendverbände über sonstige Differenzen hinweg zusammenstehen, wenn es um das Wohl der Kinder und Jugendlichen in Deutschland geht. "Wir danken all denen, die sich für die dsj stark gemacht haben", sagt der dsj-Vorsitzende Ingo Weiss. "Sollten die Verhandlungen nächstes Jahr wieder aufgenommen werden, melden wir uns natürlich wieder dort zu Wort, wo wir uns als Anwälte der Kinder und Jugendlichen äußern müssen." Über eine Fortsetzung der Verhandlungen ist bislang noch keine Einigung erzielt worden.

(Giesela Nüssler – dsj)

Ausschreibung Dezember 2004
Grünes Band für vorbildliche Talentförderung im Verein

Die Dresdner Bank und der Deutsche Sportbund schreiben für 2005 wiederum das "Grüne Band für vorbildliche Talentförderung im Verein" als Leistungssportwett-bewerb aus, der mit 5.000 € dotiert ist.

Die Vereine bewerben sich bis zum 28.02.2005 in der Geschäftsstelle der

  • Deutschen Schachjugend, Hanns-Braun-Straße Friesenhaus I, 14053 Berlin.

    Die Bewerbungsunterlagen können ab sofort in der Geschäftsstelle der DSJ beziehungsweise auch über das Internet abgefordert werden: www.dresdner-bank.de oder www.dsb.de (Suchbegriff „Grünes Band“).

    Die Bewerbungskriterien für das "Grüne Band der Dresdner Bank" sind:

    1. Art der Talentsichtung
      - Sichtung in Schulen, über Sportfeste, Schnupperkurse, Mach-mit-Angebote bei Festen, Bildung von Talentsichtungsgruppen usw.
      - Wer nimmt die Sichtung vor?
      - Bestehen Sichtungskriterien?

    2. Beispiele systematische Talentförderung bei jugendlichen Mitglieder
      - Durch altersgemäßen Trainingsaufbau des Kinder- und Jugendtrainings?
      - Gibt es spezielle Förderprogramme?
      - Welche Qualifikation haben die Trainer?

    3. Darstellung der Trainingssituation
      - Anzahl der Trainer
      - Ausbildung, Weiterbildung der Trainer

    4. Zusammenarbeit mit anderen Institutionen
      - Zusammenarbeit mit Landesverband, Bundesverband, Schulen etc

    5. Art und Umfang sozialer und pädagogischer Aspekte der Leistungs-förderung
      - Zusammenarbeit mit Eltern
      - Unterstützung sozialschwacher Familien
      - Integration von Ausländern etc

    6. Kaderentwicklung sowie Nachweise nationaler und internationaler Erfolge im Nachwuchsbereich in den letzten drei Jahren
      - z.B. Meisterschaften, Pokalwettbewerbe, Turniere

    Die Bewerbungsunterlagen wurden ab 2004 standardisiert. Diese Bewerbungsformulare sind von allen Vereinen zu nutzen, Anlagen wie Videos, CDs oder auch Vereinsbroschüren können nicht bewertet werden.

    Jedoch sind über das Formular hinaus ergänzenden Informationen vor allem bei Punkt 5 zu geben und als Anlage dem Formular beizufügen.

    Seit 2004 (!) gilt folgende Regelung:

    • Vereine, die das „Grüne Band“ schon einmal gewonnen haben, können fünf Jahre nach dem Prämierungsjahr wieder ausgezeichnet werden! Eine Wiederbewerbung ist also möglich!

    Die Jury der Deutschen Schachjugend trifft eine Vorauswahl und schlägt dem Deutschen Sportbund drei Kandidaten vor.

    Die DSJ achtet ergänzend zu den genannten Kriterien auf die folgenden Punkte:

    • Ob bei der Jugendarbeit neben dem Leistungssportgedanken auch die allgemeine Jugendarbeit (Freizeitangebote, "sich kümmern um die leistungsschwächeren Mitglieder" etc.) beachtet wird,

    • ob sich umfassend (alle Altersjahrgänge) mit der Jugendarbeit beschäftigt wird, inwieweit die Jugendlichen, um die sich der Verein kümmert, auch in den Verein eintreten (Mitgliederzahl).

    (Jörg Schulz)

    Ausrichter im Schulschach gesucht

    Die Deutsche Schachjugend sucht noch Ausrichter für die Deutschen Schulschachmeisterschaften 2005, die vom 28.04. – 01.05.2005 ausgetragen werden sollen.

    Für folgende Wettkampfklassen werden noch Ausrichter benötigt:

    • Wettkampfklasse II (bis Klasse 10)
    • Wettkampfklasse IV (bis Klasse 6)

    Die Ausrichter sollten Spielräumlichkeiten für ungefähr 20 Viermannschaften anbieten können, ein regionales kleines Rahmenprogramm organisieren und Preise zur Verfügung stellen. Sie werden dabei unterstützt durch einen Zuschuss der DSJ in Höhe von 250 Euro. Zusätzlich sollte eine Unterkunft für ca. 100 Personen (in der Regel eine Jugendherberge) gebucht werden. Die Schulmannschaften zahlen ihre Unterkunft und Verpflegung selber.

    Bewerbungen bitte an die Geschäftsstelle der Deutschen Schachjugend richten: Hanns-Braun-Straße Friesenhaus I, 14053 Berlin, info@deutsche-schachjugend.de, Tel.: 030/3000 78 0

    Bereits vergeben für 2005 wurden folgende Wettkampfklassen:

    • Wettkampfklasse III (bis Klasse 8) an das Athenäum Stade / Niedersachsen
    • Wettkampfklasse Grundschulen (bis Klasse 4) nach Dittrichshütte / Thüringen
    • Wettkampfklasse Mädchen (bis Klasse 13) an das Cecilliengymnasium / Nordrhein-Westfalen.

    (Jörg Schulz)


  • Impressum DSJ-FORUM

    Herausgeber: Deutsche Schachjugend
    www.Deutsche-Schachjugend.de

    Verlag: JugendSchachVerlag, Partner der Deutschen Schachjugend

    Redaktionsanschrift: Geschäftsstelle Deutsche Schachjugend, Jörg Schulz, Hanns-Braun-Str. Friesenhaus I, 14053 Berlin

    Das DSJ-FORUM ist das Informationsblatt der Deutschen Schachjugend.
    Es erscheint 12 mal im Jahr als Beilage der Zeitung JUGENDSCHACH.
    DSJ-FORUM wird gefördert aus Bundesmitteln des Ministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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    © 1.98 by Gerhard Hund (TeleSchach) für die DSJ in der Deutschen Sportjugend | Update 23.12.2004