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Chessy

Deutsche Vereinsmannschaftsmeisterschaften
vom 26. bis 30. Dezember 2001

Infos / Spielorte / Ausrichter, Mannschaftsaufstellungen U12, U14w, U16, U20, U20w
Ergebnisse der Spieler und Mannschaften U12, U14w, U16, U20, U20w sowie Partien und Berichte


Berichte: Besonderes, U12, U14w, U16, U20, U20w

Deutsche Vereinsmeisterschaften 2001: Besonderes

u12: Das die DWZ bei jüngeren Spielern noch nicht sehr aussagekräftig ist, bewies die u12 sehr eindrucksvoll. Breitenworbis brauchte nur 8,483 Punkte, doch holte man mit 17,0 Punkten das Doppelte! Diese verteilten sich sogar glücklicherweise auf 6 Mannschaftssiege, so daß Breitenworbis sensationellerweise Meister wurde.

Nennenswerte positive Abweichungen gab es bei Porz und Münster, während von Hannover und Altenkirchen mehr zu erwarten war. Aber auch Dresden konnte seiner Favoritenrolle nicht ganz gerecht werden.

Das beste Einzelergebnis (Turnierleistung 2169) erreichte Falko Bindrich vom Ausrichter TuS Oberland mit 6,5 aus 7 am Spitzenbrett.

u14w: Mit Brackel gab es den erwarteten Sieger, dem eine Normalform genügte. Stark präsentierten sich Zeulenroda, Hamburger SK (insb. Sandra Saak), Zeulenroda und Neuenbürg. Weniger gut lief es für Hemer, Heumaden und Porz.

Die besten Turnierleistungen (1967 bzw. 1941) zeigten Sarah Hoolt (Spelle) und Marija Naiditsch (Brackel) mit jeweils 6,5 aus 7 am Spitzenbrett. 6,5 aus 7 holten auch Annette Kohl (Zeulenroda) und Sarah Saak (Hamburger SK), jedoch am 2. bzw. 3. Brett.

u16: Die größte DWZ-Überraschung wurde am Ende auch mit dem Titel belohnt; Stade holte fast 5 Punkt "zu viel". Rüdersdorf wiederum hätte am Ende fast ein etwas unter normal erwarteten Ergebnis genügt, aber eben nur fast. Positiv überraschten Pang/Rosenheim, Heinsberg, Saarlouis und Pirmasens. Nicht zufrieden sein dürften aber Altbach und Baunatal.

Die beste Turnierleistung (2117) erzielte Marten Gezici (Stade) mit 6,5 aus 7 am 3. Brett. Turnierleistungen über 2000 (2033 bzw. 2020) zeigten noch Daniel Werner (Rüdersdorf) und Vladimir Mijatovic (Wolfbusch).

u20: Was Dänemark bei der Fußball-EM gelang, glückte nun dem Delmenhorster SK. Der kurzfristige Nachrücker erkämpfte sich den Meistertitel! Knapp 2 Punkte im Plus zeugen auch von einer tollen Form! Weniger gut lief es für Bochum 31, dem gleichwohl die Fortsetzung einer langen Serie von u20-Titeln oder u20-Vizemeisterschaften gelang... Unzufriedener dürften Fürth, Aachen-Hörn und Illingen mit ihrem Abschneiden sein. König Tegel, Empor Erfurt und Rotation Berlin hingegen überraschten positiv.

Gleich drei Spieler von Delmenhorst erreichten Turnierleistungen über 2300: Malte Meyer 2396, Alexander Haucke 2347 und Bernd Korsus 2336. Ähnliche Ergebnisse schafften Steve Berger (KS Hamburg) 2378, Hannes Langrock (Hamburger SK) 2357 und Jochen Dahm (Bochum 31) 2344. Das beste Ergebnis erzielte aber Thomas Hänsel (Erfurt) am Spitzenbrett mit 2455.

u20w: Brackel wurde verlustpunktfrei Deutscher Meister und sie waren mit plus 2,223 auch gut in Form. Ähnliche positive Abweichungen schafften noch Horrem und Limburg. Krefeld und Hamburger SK I mußten jedoch deutliche Abstriche in Kauf nehmen.

Jevgenija Naiditsch (Brackel) schaffte 6 aus 6 und damit eine Turnierleistung von 2346. Ihre Schwester Irina erzielte am Spitzenbrett 6 aus 7 und damit eine Turnierleistung von 2162. Überboten wurde dies nur von Anne Czäczine (Chemnitz) mit 6,5 aus 7 am Spitzenbrett und Turnierleistung 2266. Über 2000 schaffte ansonsten keiner mehr.

Stets aktuell berichtete wie gewohnt auch Gerhard Hund auf der Homepage der DSJ (http://www.deutsche-schachjugend.de). Dort stehen auch alle Partien zum Download bereit. Herzlichen Dank an alle Ausrichter für das mühevolle Eingeben der Partien!

Norbert Lukas (Nationaler Spielleiter DSJ)

 

Breitenworbis der Sensationssieger bei der DVM U12

Bei der vom SC 1994 Oberland in Seifhennersdorf ausgetragenen Deutschen U12-Vereins-Mannschaftsmeisterschaft 2001 war bis zur letzten Partie Spannung angesagt. Nachdem die Minimalisten vom SV Breitenworbis nach einem 3,0:1,0-Auftaktsieg gegen Altenkirchen in den vier darauffolgenden Runden alle Konkurrenten - darunter auch die beiden Titelaspiranten Wilhelmshavener SF und SC 1994 Oberland - jeweils mit 2,5:1,5 "in die Knie zwingen konnten", mussten sie sich dann in Runde sechs ihrerseits mit 1,5:2,5 gegen den Dresdner SC geschlagen geben.

Aber auch die Wilhelmshavener Schachfreunde gaben trotz ihrer Niederlage gegen Breitenworbis den Kampf um den Meistertitel nie auf. Sie besiegten ihre übrigen Gegner meist recht deutlich und so konnten sie in Runde sechs - aufgrund der klar besseren Brettpunkte gegenüber Breitenworbis - sogar die Führung im Gesamtklassement übernehmen. Doch nun kam es in der Schlussrunde zum spannenden Fernduell zwischen Wilhelmshaven und Breitenworbis.

Nachdem die Wilhelmshavener in der Schlussrundenbegegnung gegen SK Nürnberg 1911 an ihren beiden letzten Brettern Nerven zeigten und so über ein 2,0:2,0-Mannschaftsremis nicht hinauskamen, stand es zu diesem Zeitpunkt zwischen Breitenworbis und Höhenkirchen (bei München) 1,5:1,5. Nun lag alles an Brett 4. Je länger die Partie jedoch andauerte, desto besser kam Igor Klaus (Breitenworbis) ins Spiel und am Ende konnte er sich dann mit seinen Mannschaftskameraden über seinen Einzelsieg und den damit verbundenen Deutschen Meistertitel freuen.

Die Breitenworbiser zeichneten sich besonders durch ihre konsequente Spielweise, ihren Teamgeist sowie ihre hervorragende innere Einstellung aus, denn anders wäre sonst der Sprung von Rang 15 der Setzliste zum Deutschen Meister nicht möglich gewesen. Vizemeister wurden die Wilhelmshavener Schachfreunde und Rang drei ging völlig ungefährdet an den Dresdner SC.

Die Teilnehmer werden sich aber nicht nur aus sportlicher Sicht vermutlich noch lange an das sehr schneereiche Seifhennersdorf erinnern. Der Ausrichter sorgte durch ein hervorragendes Rahmenprogramm (Nachtwanderung mit Schatzsuche, Dia-Vortrag und Kasperle-Theater-Vorführung) stets für gute Laune bei den Kids. Auch das sehr ausgewogene Essen im KEZ Querxenland kam bei den Teilnehmern recht gut an. Bei der Siegerehrung wurde zusätzlich noch ein aktuelles Poster des Fußballbundesligisten VfL Wolfsburg vergeben.

Nähere Infos auch auf der Vereins-Homepage http://www.scoberland.de

Manfred Schäfer (DVM U12-Referent)

 

SF Brackel 30 Deutscher Meister bei der DVM U14w 2001 in Greifswald
Toller Jahresabschluß für Dortmunder Schachmädchen (Foto)

SF Brackel Einen besseren Jahresabschluß hätten sich Marija Naiditsch, Caissa Klug, Katharina Schöttler vom SF Brackel 30 und ihre Gastspielerin Jennifer Zemella vom SV Welver, sowie ihr Betreuer Wolfgang Klug kaum wünschen können. Mit einer tollen Leistung holten sie sich am Sonntag, den 30.12.2001 den Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters u14 der Mädchen und bereiteten sich kurz nach Weihnachten selbst das wohl schönste Geschenk.

Ausgerichtet wurde das Turnier wieder einmal von Schach Events in Greifswald Mecklenburg/Vorpommern mit Guido Springer als Hauptverantwortlichen und dem kurzfristig eingesprungenen Norbert Lukas als Schiedsrichter. Mit einem kleinen Team schafften sie nicht nur einen reibungslosen Ablauf des siebenrundigen Turniers sondern auch eine schöne angenehme Atmosphäre, die sich entsprechend auch auf nahezu alle Teilnehmer und Betreuer auswirkte. Untergebracht und durchgeführt im VCH Vario Hotel in Greifswald waren sich am Schluß alle einig, dass dies eine sehr schöne Meisterschaft war, sportlich gesehen, als auch von den Rahmenbedingungen her.

Sieger wurde mit den SF Brackel 30 dann wohl auch die beständigste und beste Mannschaft der Meisterschaft. Pro Tag waren zwei Runden angesetzt bei 2 Stunden für 40 Züge und 30 Minuten für den Rest pro Spieler. Zum engeren Favoritenkreis konnten gleich sechs Teams gezählt werden. Neben SF Brackel 30, von der Setzliste her an eins gesetzt, waren dies noch die SG Porz, SC Leipzig Gohlis, TSG Wittenberg, Hamburger SK von 1830 und SC Tamm, die jeweils recht beachtliche Durchschnitts-DWZ Zahlen aufwiesen.

So entwickelte sich bereits nach der ersten Runde, die von den meisten Favoriten souverän absolviert wurde ein recht spannender Wettkampf. Gleich in der zweiten Runde musste SF Brackel gegen den Hamburger SK von 1830 antreten sowie SG Porz gegen den SC Tamm und TSG Wittenberg gegen SC Einheit Bautzen. Während Brackel und Hamburg mit einem Unentschieden bereits den ersten Punkt einbüßten, gewann Wittenberg souverän mit 4-0 und auch die SG Porz konnte sich, wenn auch nur knapp mit 2,5-1,5 durchsetzen.

So kam es in der dritten Runde zum nächsten Favoritentreffen, bei dem SF Brackel mit einem deutlichen 3,5-0,5 gegen Wittenberg wieder Anschluß an die Spitze fand, während die SG Porz gegen den SC Leipzig-Gohlis klar mit 1-3 verlor. Der Hamburger SK von 1830 konnte sch ebenfalls gegen TSV Zeulenroda mit 3-1 durchsetzen, so daß der Kampf um die Spitze bereits jetzt schon viel Spannung versprach.

In der 4. Runde konnte der Hamburger SK mit einem 2,5-1,5 gegen SC Leipzig Gohlis die Spitzenposition erobern, denn Brackel musste sich gegen das starke Team von SK Johanneum Eppendorf wiederum mit einem 2 -2 zufrieden geben. Es blieb an der Spitze spannend, die Favoriten lagen dicht zusammen, und der vorletzte Tag sollte eine Vorentscheidung bringen. Brackel musste beide Kämpfe gewinnen, während der Hamburger SK zumindest einen Punkt einbüßen musste, damit die Dortmunder Mädchen noch aus eigener Kraft den Titel holen konnten.

In der 5. Runde eroberte der SF Brackel die Spitzenposition mit einem 3-1 gegen SF St. Johannes Spelle zurück, während der Hamburger SK von 1830 gegen die SG Porz nur ein Unentschieden erreichte. Auch die SG Porz verlor mit diesem Remis wichtigen Boden. Im vorletzten Mannschaftskampf mussten die Brackeler gegen den SC Leipzig-Gohlis antreten und die Hamburger gegen SK Johanneum Eppendorf. Beide Kämpfe verliefen äußerst spannend wobei Leipzig früh am 3. Brett mit 1-0 gegen Brackel in Führung ging. Dies konnte allerdings die wohl beste Spielerin des Turniers, Marija Naiditsch kurze Zeit später am 1. Brett ausgleichen. Am 2. und 4. Brett entwickelten sich zwei spannende Partien, wobei Jennifer Zemella am Schluß ihre Partie durch einen Freibauern für sich entscheiden konnte, so dass Caissa Klug ein Remis genügte, um den Mannschaftssieg zu sichern. Der Hamburger SK von 1830 mußte sich gegen SK Johanneum Eppendorf, die sich leise in die Spitzengruppe geschlichen hatten, wiederum mit einem Unentschieden zufrieden geben.

So waren vor dem letzten Spieltag die Vorzeichen für SF Brackel fast optimal. Die Mannschaft hatte einen Mannschaftspunkt sowie zwei Brettpunkte Vorsprung. Ein Unentschieden würde wahrscheinlich reichen, erst recht wenn der zweitplazierte Hamburger SK von 1830 einen halben Punkt abgeben würde. Dennoch wurde es im letzen Mannschaftskampf gegen SK Einheit Bautzen spannender als erwartet. Zwar schaffte Marija Naiditsch früh die 1-0 Führung für Brackel, allerdings verlor kurze Zeit später Jennifer Zemella ihr erstes Spiel, so daß die Partien am 2. und 3. Brett wahrscheinlich den Titel entscheiden würden. Bei den Partien des Hamburger SK gegen Die TSG Wittenberg sah es an allen Brettern nach einer klaren Angelegenheit für Hamburg aus. Lediglich Franziska Lips am 4. Brett der Wittenberger machte ihr wohl bestes Spiel des Turniers gegen die erst achtjährige Milana Smolkina, die bei der Siegerehrung später für die beste Leistung am 4. Brett einen Preis entgegennehmen durfte. Franziska versuchte trotz leichten Nachteils dagegen zu halten, während bei Brackel sich schon eine Entscheidung anbahnte, denn Caissa Klug hatte sich am 2. Brett einen Bauern erobert und deutlichen Stellungsvorteil und Katharina Schöttler am 3. Brett einen Mehrturm nach inkorrektem Opfer der Gegnerin. In deutlicher Gewinnstellung einigten sie sich mit ihren Gegnerinnen auf ein Remis, denn Franziska Lips hatte es geschafft, genügend Druck aufzubauen, um Milana Smolkina ein Remis abzuringen. Damit war nach knapp 4 Stunden des letzten Spieltages der Kampf um den Titel für die SF Brackel 30 entschieden und Mannschaftsführer Wolfgang Klug, der sein Team sehr gut eingestellt hatte, konnte erleichtert aufatmen.

SF Brackel spielte in der Besetzung Brett 1 : Marija Naiditsch, Brett 2: Caissa Klug, Brett 3: Katharina Schöttler, Brett 4 : Jennifer Zemella. Zweiter wurde der Hamburger SK in der Besetzung: Annika Giersiepen, Maheba Goedeke Tort, Sarah Saak und Milana Smolkina und Dritter der SC Leipzig-Gohlis in der Besetzung: Melanie Ohme, Wilma Becker, Christina Riedel und Franziska Salden.

Brettbeste Die meisten Punkte an den Brettern erzielten: Marija Naiditsch (SF Brackel 30 ) und Sarah Hoolt (SF St. Johannes Spelle) je 6 ½ aus 7 am 1. Brett, am 2. Brett Annette Kohl (TSV Zeulenroda) 6½ aus 7, am 3. Brett Sarah Saak (Hamburger SK von 1830) 6 aus 7, und am 4. Brett Milana Smolkina ( Hamburger SK von 1830 ) 6 aus 7, sowie Gina Langner (SV "Glück Auf" Rüdersdorf) mit 3 aus 3 von den eingesetzten Ersatzspielern.

Für die in dieser Runde nicht eingesetzten Spielerinnen und gleichaltrigen Gäste wurde kurzfristig zur 5. Runde ein zwangloses Schnellschachturnier (5 Runden Schweizer System, 20 Minuten-Partien, 8 Teilnehmer) mit anschließendem Blitz-Turnier der besten 6 angesetzt. Die besten drei gewannen je ein Puzzle: Eva Pailer (SAbt. TV Neuenbürg 1859), Tanja Hetterich (TSG Mutterstadt), Thomas Bothe (SK Gräfelfing).

Martin Zemella (SV Welver)

Dem sehr ausführlichen Bericht gibt es kaum etwa hinzuzufügen; herzlichen Dank, dem Schreiber und dem Ausrichter. Erfreulicherweise beteiligten sich dieses Mal trotz einiger kurzfristiger Ausfälle erstmals 20 Teams an der u14w-Meisterschaft. Ich hoffe sehr, daß dies auch in der Zukunft so ist.

Ein sehr starkes Turnier spielte der SK Johaneum Eppendorf, die noch zwei DWZ-lose Spielerinnen einsetzten und daher unten gesetzt waren. Bis zuletzt konnte sie aber den Gegner gut Paroli bieten. Porz wiederum stürzte ab: In der 6. Runde konnte man sich bei 1,5:1,5 mit einem Sieg auf den zwischenzeitlichen 2. Platz vorarbeiten, doch nach einer vergebenen Chance und einem 0:4 am letzten Tag fand man sich auf Platz 12 wieder.

Norbert Lukas (Nationaler Spielleiter DSJ)

 

Stade (Foto) fängt Rüdersdorf auf der Zielgeraden ab bei der DVM u16

Stader SV Einen spannenden Zweikampf bis zuletzt lieferten sich Stade und Rüdersdorf. Rüdersdorf gab zwar bereits in Runde 2 den ersten Mannschaftspunkt gegen Hannover ab, sollte danach aber erst einmal durchpunkten. Stade wiederum strauchelte in Runde 3 gegen Wolfbusch (1,5:2,5) und in Runde 5 gegen Porz (2:2). Rüdersdorf hatte zwar damit 2 Mannschaftspunkte Vorsprung, doch zum direkten Duell kam es in der letzten Runde. Die Spieler vom Stader SV zeigten die besseren Nerven; mit 3,5:0,5 konnten sie die führenden Rüderdorfer noch auf der Zielgeraden abfangen.

Wolfbusch (Niederlage gegen Pirmasens und Rüdersdorf in Runde 2 bzw. 4) und Pirmasens (Niederlage gegen Rosenheim und Rüdersdorf in Runde 4 und 6) hielten gut mit. Mit nur 4 Minuspunkten kämpften sie um Platz 3, wobei nach Brettpunkten die Württemberger die Nase vorne hatten.

Ausrichter SC Bendorf kam auf dem 15. Platz. Eine interessante Idee bot übrigens deren begleitende Homepage (http://people.freenet.de/scbendorf) : Man konnte den Meister tippen und demnach erwartete die klare Mehrheit (39 von 85) Rüdersdorf vorne... Vorjahressieger Bochum 31 fehlte leider, nachdem einige Spieler dem Verein nicht zur Verfügung standen.

Der Ausrichter gab sich jede Menge Mühe und organisierte ein umfangreiches Rahmenprogramm. So konnten die Teilnehmer Eislaufen und gegen IM Klaus-Jürgen Schulz (Andernach) simultan spielen. Highlight war aber sicher der Auftritt des Komikers Roberto Capitoni am Samstag Abend.

Norbert Lukas (Nationaler Spielleiter DSJ)

 

Delmenhorst macht es Dänemark nach

Vor einigen Jahren schaffte es Dänemark im Fußball: Als Nachreücker konnte man die EM gewinnen. Delmenhorst sollte es ihnen nun bei der DVM u20 nachmachen! Am 11.12. sagte der badische Vertreter, Waldshut-Tiengen, ab und die DSJ schrieb den freien Platz bis zum 16.12. aus. Delmenhorst, in der Jugendbundesliga Nord noch gescheitert, da nicht alle Top-Spieler regelmäßig spielten, konnte nachrücken.

Mit drei Kantersiegen (5,5:0,5 gegen Rotation, 5:1 gegen Erfurt, 5:1 gegen Tamm) gelang ein Auftakt nach Wunsch. Der Rekordgewinner Bochum 31 wiederum stand nach dem 3:3 gegen KS Hamburg in Runde 3 unter Zugzwang. In der 4. Runde gab auch Delmenhorst gegen KS Hamburg ein 3:3 ab, doch es blieb ja das Brepptpunktpolster. In der 5. Runde praktisch die Vorentscheidung: Delmenhorst konnte Bochum 31 knapp mit 3,5:2,5 bezwingen. Ein 4,5:1,5-Erfolg gegen den Ausrichter, Hamburger SK von 1830, ließen Siegeslaune aufkommen. In der letzten Runde reichten dann 6 Remis zum verdienten Titelgewinn!

Die SG Bochum 31 konnte mit zwei Kantersiegen (6:0 gegen Tamm und 5,5:0,5 gegen Fürth) zwar noch nach Brettpunkten aufschließen, doch es fehlte ein Mannschaftspunkt. Dank dem Hamburger SK, der in der letzten Runde Königsspringer ein 3:3 abnahm, konnten aber die Spieler um Norbert Franke (Bochum 31) die stolze Serie von Meisterschaften und Vizemeisterschaften in der u20 weiter ausbauen!

Schade, daß die erstmalige ELO-Auswertung dazu führte, das Brackel auf seinen Jung-Star Arkadij Naiditsch verzichten mußte. Ein sehr starkes Einladungsturnier in Groningen beraubte Brackel dann auch noch David Baramidze. Für Hannes Rau (Tamm) war selbst ELO-Auswertung zu wenig, er sollte IM-Norm anderswo versuchen. Die beiden Vereine hätten sehr gerne die Jugendlichen bei der DVM aufgestellt!

Norbert Lukas (Nationaler Spielleiter DSJ)

 

Brackel schafft Hattrick bei der DVM u20w

Der Hamburger SK von 1830 richtete nicht nur die u20 aus, sondern auch die u20w. Damit spielten wie in den Vorjahren die "Königsklassen" gemeinsam an einem Ort. Übernachtet wurde in der Jugendherberge unmittelbar an den St. Pauli Landungsbrücken, gespielt wurde im Gebäude gegenüber. Die nah gelegene Alt- und Innenstadt bot viel Gelegenheit Hamburg zu erleben. Einige zog es in Musicals, andere (z.B. Schiedsrichter) wiederum auf die Reeperbahn. Der Ausrichter organisierte eine stets aktuelle Berichterstattung im Internet. Unter http://www.hsk1830.de/dvm2001 konnte man immer alle Partien online nachspielen.

Nach Eingang der Vereinsmeldungen ergab sich eine ungerade Teilnehmerzahl, so daß der Ausrichter kurzfristig noch eine zweite Mannschaft organisierte. Und diese sollte am Ende sogar mit ein wenig Losglück vor der ersten Mannschaft landen!

Erfreulicherweise starteten dieses Mal 16 Teams, weshalb ich sicherheitshalber daran erinnere, das auch künftig maximal 16 Teams starten können. Überlegener Sieger wurde SF Brackel 30, die als einziges Team bei einer DVM 2001 ohne Punktverlust blieben! Mit 23,5 von 28 möglichen Brettpunkten wurde der Hattrick völlig ungefährdet perfekt gemacht.

Jedes Mal daran beteiligt waren Irina Naiditsch, Jevgenija Naiditsch und Sabrina Köster. Glückliche Vierte im Bunde war dieses Mal Christiane Gorka (1999 Maja Diebig und 2000 Christiane Gorka und Marija Naiditsch). Mit dem u14w-Titel, den man in Greifswald eroberte, gelang auch erstmals für Brackel das "Mädchen-Double".

Verdienter Vizemeister wurde der Chemnitzer SC, der nur gegen den Dritten VfL BW Neukloster ein 2:2 abgab. Neukloster wiederum mußte sich auch gegen Rüdersdorf und Hamburger SK I mit einer Punkteteilung zufrieden geben.

Norbert Lukas (Nationaler Spielleiter DSJ)

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© 1.98 by Gerhard Hund (TeleSchach) für die DSJ in der Deutschen Sportjugend | Update 21.01.2002