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Chessy

Jugendeuropameisterschaft U10 bis U18

vom 28. September bis 9. Oktober 2002 in Peniscola / Spanien

Infos, Endstand, Details, Partien, Ergebnisse,
Fotos sowie Berichte aus Spanien von Jörg Schulz

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Berichte aus Spanien von Jörg Schulz

Bericht 01 , 02 , 03 , 04 , 05 , 06 , 07 , 08, 09

 

Verheißungsvoller Auftakt

5 Jahre Weltmeisterschaften in Spanien, 5 Jahre Oropesa, das hinterließ bei manchen gemischte Gefühle. Muss es denn schon wieder Spanien sein? Zum Glück ist es wieder Spanien! So muss man jetzt ausrufen, denn diese Ausrichtung der Europameisterschaften ist vom Ambiente, von der Unterkunft nicht zu toppen. Das Hotel Peniscola Plaza bietet alles, was man möchte: Große, hervorragende Zimmer, direkte Lage an einem schönen Strand, großer Pool, mehrere Cafes, gutes Essen. Eigentlich wenn man ehrlich ist, richtigen Luxus. Und das übrigens für eine Kinder- und Jugendmeisterschaft. Am Anreisetag kam man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Einziger Wehrmutstropfen: Die Turnierräume sind wieder einmal zu klein und zu eng, die Anzahl der Toiletten zu knapp bemessen.

Kann man da eigentlich Gedanken an das Schachspiel verschwenden? Das dachten sich heute vormittag auch einige und drängelten bei ihren Trainern: "Ist denn nicht bald Schluss? Wir wollen noch an den Strand!" Gut heute wurde das noch verziehen, denn die Auslosung kam eh erst knapp eine Stunde vor Rundenbeginn, da ist eine Vorbereitung nicht mehr möglich. Es ging also mehr um die Einstellung zum Turnier, um die Motivation der Spieler.

Und die Auslosung enthielt dann leider auch keine erfreulichen Paarungen, denn gleich in der ersten Runde kam es zu vier innerdeutschen Duellen. Saskia Zikeli musste gegen Ekaterina Jussupow ran, Nikolas Lubbe gegen Falko Bindrich, beides in der U12, und in der U10 duellierten sich Andreas Strunski mit Felix Graf und Thomas Schrödter mit Thomas Fischer. Während es in der letzten Paarung friedlich zu ging, Kräfte schonen nannte das ein Betreuer, schonten sich die anderen nicht, wobei es gleich zwei Favoritenstürze gab, denn Felix und Nikolas schlugen ihre höher eingestuften Gegner. Saskia hingegen wurde ihrer Favoritenrolle gerecht. Mit solchen Paarungen kann man natürlich nichts für das Gesamtergebnis tun. Bei dieser Aufgabe taten sich auch die anderen schwer, so dass am Ende des ersten Tages 12 Punkte auf dem Ergebniszettel standen.

Siege steuerten bei Ilja Zaragatski, Arik Braun, Evgenija Shmirina, Frederik Beck, der beigebracht bekam, wie man Remis reklamiert aufgrund von dreimal der gleichen Stellung. (Falsch ist es, einen Zug auszuführen und danach remis zu rufen, so erklärte es der Schiedsrichter Frederiks Gegner, der es dann vorzog, obgleich die Stellung sich noch mehrmals wiederholte, keine Remis mehr zu fordern!), Elena Winkelmann (man frage nicht wie, besch... heißt das wohl in der Fachsprache), Andreas Heimann, Milana Smolkina (die übrigens auf ihrem Formular unter Nation HSK notiert (Hamburger Schachklub)). Dazu kommen natürlich die Siege von Saskia, Felix und Nikolas. Remis endeten die Partien von Sebastian Bogner und Maxim Korman (da war mehr drin). Die anderen heute noch nicht Genannten, haben gekämpft, es sollte am Ende aber jeweils nicht reichen.

Jörg Schulz

 

Schlechter Tag? Guter Tag?

Die Wetterlage war heute am dritten Tag der EM wechselhaft, so wie auch das Ergebnis der deutschen Mannschaft. Morgens kühl, bewölkt, windig. Dann sogar am Mittag ein Regenschauer. Danach klarte es auf und es wurde ein schöner Tag.

Ganz ähnlich verhielt es sich mit den Partien unserer Jungs und Mädchen. Fangen mit den Höhepunkten an, die werden derzeit auch von der U10 geliefert, denn mit Milana Smolkina (die mit der Nation HSK) und Felix Graf, der Jüngste im Team, haben wir zwei mit Einhundertprozent. Dicht gefolgt von Maxim Korman, der heute sicher ein Bauernendspiel nach Hause brachte.

Arik Braun Die anderen Hundertprozenter finden sich in der U14 und U18. Arik Braun (Foto Widmann) hatte Schwerstarbeit zu leisten und zum Glück sah nur er am Ende den Remisweg für seinen Gegner. Evgenija Shmirina spielte eine schöne Partie, in der sie eine gute Technik zeigte und die Vorbereitung ihres Trainers Miroslav Shvarts gut umsetzte, was nicht immer bei unseren Leuten der Fall ist. Und auch Ilja Zaragatski spielte eine gute Partie in der U18, bei der er gerade am Ende mit einer dauerhaften Bedenkzeit von zirka einer Minute in einer sehr komplizierten Stellung den Überblick behielt und sicher gewann.

Ein schöner Erfolg gelang auch Sebastian Bogner, der begeistert auf seinen Trainer Stefan Bromberger zu gelaufen kam: "Trainer, das war eine tolle Vorbereitung, alles genauso gekommen, wie geplant!"

In der U10 glich Andreas Strunski in einer Schnellpartie seine Erstrundenniederlage wieder aus und ist nun wieder im Rennen. Ein Kurzremis legte Julian Jorczik hin, Niederlagen mussten Thomas Fischer, Andreas Heimann, Thomas Schrödter (der dafür im Minigolf überzeugte!) und leider auch Alexander Jussupow hinlegen. Ihren ersten Sieg verpasste Andrea Mijatovic, die leider ihre Gegnerin noch ins Remis entwischen ließ.

Der Regen gegen Mittag schien besonders der U12 aufs Gemüt geschlagen zu sein, denn außer Sebastin Bogner konnte keiner gewinnen, dafür hagelte es Niederlagen für Nikolas Lubbe, Waldemar Schlötzer, Christoph Alsheimer, Saskia Zikeli, Elena Winkelmann, Ekaterina Jussupow. Einige davon leider unnötig durch Einsteller und Übersehen eines Matts. Frederik Beck erspielte sich ein Remis, wobei da auch mehr drin war, Falko Bindrich stürzte die Betreuer in ein Wechselbad der Gefühle: Schlechte Stellung, Niederlage war wohl unvermeidbar, dann Sieg auf dem Brett, am Ende langte es nur zu einem Remis. Er muss jetzt einen kräftigen Zwischenspurt hinlegen, soll diese EM kein Flop für ihn werden. Ähnlich sieht es bei Elena Winkelmann aus, die heute chancenlos verlor und auch gestern nur mit Glück gewann. Manuela Mader erkämpfte sich ein Remis und verhinderte damit die totale Null bei den Mädchen U12.

Bleibt noch die U16. Maximilian Meinhardt bewies einmal mehr, dass die alte Regel "Turmendspiele sind immer remis" weiterhin gilt. Allerdings ein Turmendspiel mit 3 gegen 6 Bauern nicht zu verlieren, grenzt schon an ein Wunder. Elvira Mass hatte eine spannende Partie mit einem gerechten Remis am Ende.

Vergessen wollen wir nicht Anne Czäczine in der U18, obgleich sie bestimmt nichts dagegen hätte. Sie wollte in einer präparierten Eröffnung etwas anderes ausprobieren und das misslang. Bei 11,5 Punkten blieb heute mein Zählwerk stehen, nicht viel, aber mit einigen erfreulichen Resultaten. Ob das tröstet? Wir werden sehen.

Jörg Schulz

 

Steigerung?

Das Wetter legte heute keine Steigerung hin, allerdings blieb der Mannschaftspunktezähler bei 13 Punkten stehen, also bei genau 50 %. Also eine Steigerung? Wenn man sieht, dass alle Hundertprozenter heute verloren haben, fällt es einem schwer, von einer solchen zu sprechen.

Ilja Zaragatski musste anerkennend nach der Partie feststellen, "der war gar nicht so schlecht". Arik Braun wurde in der Eröffnung auf dem falschen Fuß erwischt, versuchte dann noch zu tricksen, aber der Israeli ließ sich den Sieg nicht mehr klauen. Evgenija Shmirina verlor in aufkommender Zeitknappheit den Partiefaden und auch Felix Graf musste nach den bravorösen Auftaktpartien feststellen, dass vorne an Brett drei auf einer EM die Luft dünn wird. Ähnlich erging es Milana Smolkina. Und damit hat nun keiner mehr als zwei Punkte auf seinem Konto. Zu diesen Zweipunktern schlossen Nikolas Lubbe auf, der eine sehr gute Vorbereitung von Uwe Kersten aufs Brett brachte, und auch Maxim Korman, der als einziger noch keine Verlustpartie aufzuweisen hat! Und auch Andreas Heimann zeigte seinem Gegner das Nachsehen und reihte sich in die deutsche Spitze ein.

Zu einer bitteren Paarung kam es in der U12 zwischen Waldemar Schlötzer und Christoph Alsheimer, beide noch ohne Punkt mussten sie nun die rote Laterne unter einander ausspielen. Und das taten sie auch erbittert, kein früher Remisschluss sondern offener Schlagabtausch, den Christopher für sich entscheiden konnte.

Daher fordern wir auch alle Daheimgebliebenen auf, in Runde vier besonders für Waldemar und auch für Anne Czäczine die Daumen zu drücken, denn beide sind noch ohne Punkt beziehungsweise Pünktchen. Morgen muss es klappen.

Eine schöne Partie gelang Maximilian Meinhardt, der wie Elvira Mass in der U16 zu den 50 Prozent aufschloss. Weitere Siege wurden von Falko Bindrich und Elena Winkelmann in der U12 eingefahren. Der Startschuss zum Run in die Spitze? Die beiden Geschwister Alexander und Ekaterina Jussupow konnten sich ebenfalls je ihren ersten Punkt sichern und auch für Thomas Schrödter sowie Julian Jorczik zeigte es sich, dass man selbst auf internationaler Bühne bestehen kann.

Das einzige Remis neben dem von Maxim erspielte in dieser Runde Andreas Strunski (Turmendspiele sind remis!). Leider gingen für Sebastian Bogner und Frederik Beck in der U12 nach jeweils spannenden und wechselhaften Verkauf die Partien ebenso verloren wie für Manuela Mader, und Thomas Fischer.

Apropos Steigerung. Im Fußball heißt es ab sofort hart, härter Volker. Oder: Wie wählt man eine Fußballmannschaft aus? Immer die nehmen, in der Volker Widmann spielt. Wovon träumt Frederik Beck? Von seiner Abwehrschlacht gegen Volker. So die kurze Zusammenfassung des abendlichen Matches am Strand von Peniscola. So zirka 20 Mädchen, Jungen und gestandene Männer durchwühlten den Sand und schossen hier und da Tore (auch Volker!), Brillen von Köpfen, Körper von Beinen oder einfach nur Löcher in den Abendhimmel. Gewonnen hat auch eine Mannschaft, da aber nicht klar war, wer wo spielte, waren am Ende alle Sieger.

Wenn das im Schach doch auch so ginge!

Jörg Schulz

 

Deutsches Wetter beflügelt

Vater Smolkin brachte es auf den Punkt: "Jetzt herrscht Hamburger Wetter, jetzt geht es mir gut!" Für die Nichthamburger übersetzt heißt das: Regen beim Aufstehen, Regen den ganzen Tag, bleiernder, grauer Himmel ohne Chance auf Veränderung. Und man weiß ja, Hamburger sind trotzdem fröhliche, erfolgreiche Menschen, weshalb sich dieses Stimmungsgefühl auf die deutsche Mannschaft übertrug. Mit 14,5 Punkten wurde das bisher beste Gesamtergebnis eingespielt.

Aber wie immer, wo Licht ist, gibt es leider auch den dazu gehörenden Schatten. Und das sind die Niederlagen von Arik Braun und Elena Winkelmann, die nun wohl ihre Träume von einer sehr erfolgreichen EM beerdigen müssen. Der eine fand keinen rechten Plan in der ihm nicht passenden Stellung, wodurch er viel Zeit verbrauchte, die andere stellte genervt fest, "ich kann nicht mit Schwarz spielen!" Zum dunklen Schatten gehört auch das Abschneiden von Anne Czäczine, dem Sorgenkind der diesjährigen EM.

Stefan Bromberger, Ilya Zaragatski, Sebastian Bogner Hingegen konnte Trainer Stefan Bromberger (Foto: Trainer Stefan Bromberger mit Ilya Zaragatski und Sebastian Bogner bei der Vorbereitung)und vor allem Waldemar Schlötzer strahlen, die Niederlagenserie war gebrochen, der erste Punkt geholt.

Zum strahlenden Licht gehörten auch die Siege von Ilja Zaragatski, Evgenija Shmirina und Milana Smolkina, alle drei erreichten ihre Siege recht sicher, wobei es bei Milana für die Gegnerin sehr heftig zu ging: Eröffnung nicht verstanden und alles brach in wenigen Zügen zusammen. Alle drei stehen nun mit 3 Punkten an der Spitze unserer Truppe.

Verfolgt werden sie von mehreren Spielern mit 2,5 Punkten. Mehrere davon gibt es vor allem in der U10. Andreas Strunski gewann ein Springerendspiel, Julian Jorczik brachte eine sehr konzentrierte Leistung aufs Brett und Andreas Heimann gegen Maxim Kormann beendeten das sechste innerdeutsche Duell mit einem Remis, was beiden ebenfalls die 2,5 Punkte sicherte. Für Maxim bedeutet das, er bleibt weiterhin ungeschlagen!

Ebenfalls 2,5 Punkte hat nun auch Falko Bindrich, der aber immer noch angeschlagen wirkt und noch nicht zu seiner Form gefunden hat, sowie in der gleichen Altersgruppe U12 Frederik Beck, der es heute fertig brachte als Schwarzer zwei Bauern bis auf c2 und d2 vorzubringen.

Maximilian Meinhardt sicherte sich seinen Sieg und seine 2,5 Punkte erst nach einigen längeren Schrecksekunden, denn sein Gegner reklamierte Remis wegen dreimaliger Stellungswiederholung. Und das zu einem Zeitpunkt, bei dem nach spannendem Verlauf Maximilian endlich ein gewonnenes Damenendspiel auf dem Brett hatte. Also alles vorbei? Der Gegner, ein Engländer, reichte die Hand rüber, Maximilian schüttelte den Kopf, aber nicht als Ablehnung sondern aus Frust über sich. Die Hand ergriff er jedoch zum Glück nicht, denn der Schiedsrichter erklärte nun dem Engländer, das seine Remisreklamation nicht korrekt war. Zwar war tatsächlich dreimal schon die gleiche Stellung auf dem Brett gewesen, jedoch nicht mit dem durch ihn vorgenommen Zug, und das sieht die Regel vor. Also musste weiter gespielt werden und Maximilian konnte seinen Sieg nach Hause fahren. Jaja die Regelsicherheit im Jugendbereich, eigentlich auch ein Trainingsthema...

Bei den Mädchen U12 lag ebenfalls Schatten und Licht dicht neben einander. Für Manuela Mader strahlte die Sonne trotz Regen, denn ihr gelang endlich der erste Sieg auf internationaler Bühne! Und Ekaterina Jussopow konnte sogar ihr Konto auf 2 Punkte erhöhen. Nur Saskia Zikeli muss morgen etwas tun, um ihre Niederlagenreihe zu brechen. Verlieren mussten leider auch die beiden U12-Jungs Sebastian Bogner, wieder nach guter Partie und am Ende nachlassenden Kräften, und Nikolas Lubbe, der schon mit Problemen aus der Eröffnung heraus kam.

In der U10 mussten leider auch drei Niederlagen verzeichnet werden. Felix Graf griff in komplizierter Stellung fehl, Alexander Jussupow verlor den Überblick im Endspiel und Andrea Mijatovic war weit entfernt von der Vortagesform.

Bleibt noch Elvira Mass in der U16, die leider auch die Waffen strecken musste, und natürlich Christoph Alsheimer in der U12, der die beiden Auftaktniederlagen unterdessen vergessen ließ und nun sicher bei 50 Prozent liegt. Die Grenze hat auch Thomas Schrödter in der gleichen Gruppe erreicht, jedoch mit einem eher mageren Remis, das seinen Trainer nicht erfreute, oder soll ich sagen erzürnte?

Morgen dann ist die Hälfte der EM übersprungen und so manche warten schon ziemlich geschlaucht auf den freien Tag am Freitag. Dann übrigens können wir auf Hamburger Wetter ruhig verzichten.

Jörg Schulz

 

Es kommt ins Laufen

Das Wetter meinte es gut mit uns, die Sonne schien wieder hell vom Himmel, und das Mittelmeerbad im Oktober konnte wieder eingenommen werden. Das klingt nach süßem, faulem Leben, doch weit gefehlt, es ging auch heute wieder voll zur Sache mit intensiver Vorbereitung am Vormittag, einer Mittagsruhe vor der Partie, rund vier Stunden harte Partie, danach Analyse und Fehlersuche.

So sieht der Alltag auf einer EM aus, dazwischen etwas Bewegung und Entspannung, und dies gerne am Pool oder direkt am Meer, wenn das Wetter dies erlaubt. Dabei haben übrigens die U10er und U12er eine intensive Strandburgenbaukultur entwickelt. Allerdings interessiert das die städtischen Strandarbeiter nicht sehr, jeden Morgen werden alle Burgen wieder platt gewalzt. Damit neue Ideen in diese Baukultur kommen, werden wir übrigens morgen am freien Tag die Burg- und Festungsanlagen von Peniscola besichtigen und zuvor eine Kartbahn besuchen.

Doch kommen wir zur fünften Runde und damit zur zweiten und entscheidenden Runde. Man merkt schon jetzt, dass die Anspannung und Nervosität gerade bei den Betreuern steigt. Um den abgeschirmten Turniersaal, es dürfen nur die Delegationsleiter hinein, wird es deutlich unruhiger.

Unsere Topleute verloren heute nicht, jedoch konnte auch nur Milana Smolkina einen ganzen Punkt verbuchen. In einer dominanten Partie schlug sie eine Russin und ist vorne weiterhin dabei. Das scheint sie jedoch noch kalt zu lassen, sie strahlt eine in sich ruhende Gelassenheit aus.

Ilja Zaragatski landete nach wechselhaftem Verlauf in einem Dauerschach und hat nun 3,5 Punkte, genauso wie Evgenija Shmirina, die ein vorteilhaftes Endspiel nicht in einen ganzen Punkt ummünzen konnte. Durch einen Sieg, wieder in einem Endspiel, die er bevorzugt, schloss Andreas Strunski zu den 3,5ern auf. Weiterhin ungeschlagen bleibt Maxim Kormann, der für einen U10 Spieler sehr sicher spielt und sein viertes Remis erkämpfte. Vielleicht hätte er einige Male ruhig noch etwas probieren sollen ...

Zu einem richtigen Zeitnotspezialisten, oder einem der mit der Situation der neuen Zeitregelung sehr gut zurecht kommt, entwickelt sich Maximilian Meinhardt, der wieder einmal eine schlecht stehende Stellung durch Zähigkeit, Ideenreichtum und Schnelligkeit zum Remis rettete.

Thomas Schrödter und Trainer Uwe Kersten Derzeit liegen fast alle 26 Teilnehmer rund herum noch an Positionen, die man erwarten durfte (bei einigen läuft es allerdings nicht rund, aber dass kann bei 26 Teilnehmern nicht vermieden werden). Hat einer mal ein Zwischentief, so erholt er sich meistens davon und punktet dann doch. So wie heute Saskia Zikeli, die eine schöne Partie spielte, wie aus einem Guss, wie ihr Trainer Dirk Maxion sie lobte, und das nach drei Niederlagen in Folge. Einzig um Anne Czäczine muss man sich sorgen. Sie ist leider seit dem ersten Tag an krank und kann sich so nicht über einen längeren Partieverlauf hinweg konzentrieren. Heute bekam sie einen zusätzlichen freien Tag, so dass wir alle auf die letzten vier Partien bei ihr hoffen.

Unser Zählwerk blieb nach dieser Runde bei 15 Punkten stehen, allerdings inklusive dem kampflosen Punkt. Zu dieser Punktausbeute haben neben den schon Genannten beigetragen: Arik Braun, Elvira Mass, Sebastian Bogner, Waldemar Schlötzer (er war wieder der alte! Links im Bild mit Trainer Uwe Kersten), Christoph Alsheimer, Ekaterina Jussupow, Thomas Fischer (schöne Partie). Halbe Punkte steuerten bei: Nikolas Lubbe, Manuela Mader, Felix Graf, Elena Winkelmann (wieder ein Turmendspiel).

Jörg Schulz

 

Schwarzer Samstag

Die Wetterlage ist weiterhin bestens, die Sonne meint es gut mit uns, was besonders erfreulich am gestrigen Freitag war, dem einzigen Erholungstag auf der diesjährigen EM. Er wurde abwechslungsreich gestaltet, ohne anstrengend zu sein.

Etwa 20 verwegene Mitglieder unserer Delegation wagten sich auf die hiesige Kartbahn um den Schumacher zu machen. Sollte es im Schach doch nicht klappen, so hat zumindest Ilja Zaragatski eine gute Perspektive, denn Mister Bleifuß war der beste Kartfahrer von allen. Bis auf einige Dreher in den Kurven hatte er sein Gefährt gut im Griff und konnte Tempo bolzen. Mir selbst war es dann auch vergönnt, rasant im Doppelsitzer unsere Punktbeste und Neunjährige Milana Smolkina um die Bahn zu steuern, um mir dann hinterher von ihr sagen lassen zu müssen, dass ich zu oft in den Kurven gebremst und zu langsam gewesen wäre.

Der am Nachmittag vorgenommene Ausflug in die Stadt Peniscola machte uns auf jeden Fall reicher, reich an Muschelzeug, Schiffen, Rückenkratzer und andere wichtige Mitbringsel für zu Hause (liebe Eltern ihr könnt euch freuen!), reich an neuem Wissen durch den Besuch des Meeresmuseums, der Burganlage, die früher einmal den Papst beherbergte, durch die Vorführung der Flugschau von Adlern und anderen Greifvögeln, die besonderen Gefallen an Frau Graf hatten und sich jeweils im Sturzflug auf sie stürzten, um dann doch kurz vorher abzustoppen. Beendet wurde der Tag mit dem regelmäßigen Fußballmatch quer durch alle Altersgruppen.

Am Mittag des Samstages hatte dann Frederik Beck seinen großen Auftritt, er durfte ein happy birthday auf der Posaune im Innenhof der Hotelanlage für Karsten Bertram blasen, der seinen 32. Geburtstag feierte. Zusätzlich gab er noch ein Swingstück zum besten. Der Applaus war seiner, die Freude bei Karsten. Geschmälert wurde diese nur durch die Niederlage seines Schützlings Nikolas Lubbe, womit wir bei der sechsten Runde wären, was ich eigentlich vermeiden wollte, denn bei nur 10 Zählern blieb unser Mannschaftszähler heute stehen. Absoluter Negativrekord!

Ich will versuchen, das Positive zu suchen und zu benennen. Dies ist bestimmt der vierte Erfolg von Arik Braun (U14), der erste echte Punkt von Anne Czäczine (U18), die ihre Erkrankung am freien Tag so gut wie auskurieren konnte, das Remis von Ilja Zaragatski gegen einen weiteren Brocken in der U18, das Remis von Evgenija, die Siege von Saskia Zikeli (U12) und Andrea Mijatovic (U10), letzterer mit Damenopfer und Mattkombi, die Siege von Julian Jorczik und Andreas Heimann in der U10 sowie der erneute volle Punkt von Felix Graf ebenfalls in der U10. Weitere halbe Punkte steuerten Falko Bindrich, Waldemar Schlötzer und Elena Winkelmann in der U12 bei und wieder Maxim Kormann in der U10, sein fünftes Remis und damit immer noch ungeschlagen!

Alle hier nun nicht genannten, konnten für das Gesamtergebnis aber auch für ihren persönlichen Score nichts tun. Teilweise erfolgten die Niederlagen nach gutem Spiel wie bei Elvira Mass, die sich beim gestrigen Fußball die Hand verstauchte, zum Glück aber nicht die Zughand, darauf hatte Stefan Bromberger geachtet, als er aus gut 10 Metern aufs Tor schoss, das Elvira behütete, oder wie bei Andreas Strunski, der etwas sorglos mit seinem König umging. Auch Christoph Alsheimer hielt die Partie lange offen und musste sich erst zum Ende hin des Gegners Druck ergeben. Mit dieser Niederlage endete wie bei Ekaterina Jussupow eine Siegesserie von jeweils 3 Erfolgen. Milana Smolkina musste leider auch aufgrund einer ungenau gespielten Eröffnung nach hartem aber aussichtslosen Kampf die Waffen strecken. Doch mit 4/6 liegt sie immer noch gut im Rennen. Vielleicht hätte ich sie beim Kartfahren doch mehr durchschütteln müssen ...

Morgen nun in der siebten Runde erhoffen wir uns eine Steigerung. Leider wird es wieder zu drei innerdeutschen Duellen in der U10 und U12 kommen, wobei einige dann schon ihre zweite deutsche Partie spielen müssen. Aber es liegen halt zu viele punktnah und -gleich beieinander.

Jörg Schulz

 

Zwischenspurt?

Nach der Schlappe in Runde sechs konnte man einen Zwischenspurt erwarten. Doch weit gefehlt, der Spurt verpuffte doch schnell, und mit 12 Punkten schlich man wohl doch mehr ins Ziel als dass man lief.

Einzig Evgenija Shmirina zog ihr Tempo an und punktete in einer guten Partie, womit sie nun mit 5 Punkten als einzige noch richtig aussichtsreich im Rennen liegt. Die anderen Führenden wie Ilja Zaragatski und Milana Smolkina blieben trotz Kampf und Einsatz auf ihren vier Punkten hängen. Bei Arik Braun reichte es noch zu einer Punkteteilung, aber auch 4,5 Punkte werden wohl nicht mehr reichen, noch ganz oben mitzumischen.

Die siebte Runde wird auch nicht als die Runde unserer Mädchen in die Bücher eingehen, denn außer Evgenija und den Remispartien von Anne Czäczine (doch keine Serie!), und Saskia Zikeli (Turmendspiel mit drei verbundenen Freibauern gegen sich und natürlich endete auch dieses Turmendspiel remis!) und dem ersten Remis von Ekaterina Jussupow verloren alle anderen Mädchen mehr oder weniger deutlich.

Die innerdeutschen Duelle wurden verbissen geführt, keine freundschaftlichen Remisen. Die Begegnung zwischen Andreas Heimann und Julian Jorczik endete mit Springergabel und Damenverlust. Dadurch hat Julian als Erster in der U10 die geforderten 50 Prozent frühzeitig erreicht und kann sein Ergebnis nun noch steigern. Andreas Strunski und Maxim Korman lieferten sich ebenfalls ein hartes Duell, das am Ende remis endete. Das sechste für Maxim. Wieder musste er kämpfen und einen Nachteil hinterherlaufen.

Am härtesten aber wurde das Duell zwischen Falko Bindrich und Christoph Alsheimer geführt. Es war eine Partie, bei der man als Zuschauer sagt, möge es doch keinen Sieger geben, das wäre am gerechtesten. Am Ende verlor aber doch nach über vier Stunden Kampf Christoph den Überblick und sein König musste sich ergeben.

Die meisten unserer 26 Teilnehmer haben noch die Chance, die angestrebten und als Zielvorgabe angegebenen 50 Prozent zu erreichen. Es soll ja zu Hause in Deutschland Leute geben, die diese Zielvorgabe als zu gering bezeichnen, aber in der Praxis zeigt es sich dann doch, dass diese verdammt schwer zu knacken ist. Bei einigen steht daher auch schon jetzt fest, dass diese Latte schon zu hoch hängt. Doch dazugelernt haben alle, das wird immer wieder beteuert. Wichtig ist jetzt nur, dass daraus von jedem einzelnen auch die richtigen Rückschlüsse gezogen werden.

Den Fußballliebhabern unter uns Schachspielern sei übrigen noch folgende Beobachtung mitgeteilt. Die hier auftretenden Fußballstars kommen bis auf den Kahn von Frederik Beck alle nicht aus Deutschland. Franzosen, Spaniern und Italiener sind die Favoriten. Ein Beweis für die These, dass der deutsche Fußball eben doch mehr aus Kampf statt aus Technik und Verstand besteht?

Abschließend seien noch die fehlenden Sieger genannt: In der U16 wieder mit Schwarz Maximilian Meinhardt(!), in der U12 Sebastian Bogner, Nikolas Lubbe, remis durch Waldemar Schlötzer, in der U10 remis durch Thomas Fischer und volle Punkte durch Thomas Schrödter und Alexander Jussupow.

Kurz auch noch ein Wort zur Wetterlage. Es scheint weiterhin die Sonne und wir erfreuen uns am herrlichen Badewetter. In Deutschland soll es ja regnen, sagt man uns ...

Jörg Schulz

 

Endspurt

Eine Runde noch, dann ist auch diese EM Schachgeschichte! Eine gute? Hoffentlich für Evgenija Shmirina, die als derzeit einzige um eine vordere Platzierung kämpft. Heute holte sie ihren sechsten Punkt in einer dramatischen Kampfpartie. Sie konnte sich eine Mehrheit von zwei Bauern erkämpfen, als ihre rumänische Gegnerin beschloss, ihr Heil in der Flucht nach vorn, im Zocken zu suchen. Mit zwei Minuten auf der Uhr legte sie los und brachte Evgenija in arge Bedrängnis. Sie aber behielt die Nerven und verteidigte ihren Vorsprung. Am Ende hatte es sich ausgezockt, die Zeit war abgelaufen, und Evgenija geht nun in Runde neun in den Kampf um die Plätze an der Sonne.

Leider ist sie aber auch die einzige, die noch ganz oben mitspielen kann. Mit 5,5 Punkten folgt Julian Jorczik, der heute eine schöne Partie spielte, sich eine Stellung erarbeitete mit zwei verbundenen Freibauern, die es sogar aushielt, dass eine Qualität verloren ging.

Auf 5 Punkte bringen es Ilja Zaragatski, dessen Sieg heute nie gefährdet war, zu viele Glücksbringer und Winke der Sterne waren auf seiner Seite, Arik Braun, der eine für ihn unangenehm ruhige Stellung aufs Brett bekam, Milana Smolkina, die ihre kleine Niederlagenfolge beenden konnte, und Falko Bindrich, der sich endlich in Bereiche vorarbeitet, in denen man ihn erwartet hatte.

Zwei Serien gingen heute leider auch verloren: Maximilian Meinhardt bekam wieder Schwarz und wollte weiter auf seiner Schwarzwelle schwimmen, seit zwei Turniere ist er in dieser Farbe ungeschlagen und auch hier holte er seine Erfolge mit Schwarz. Sein Gegner selbst wollte nichts, bot remis an, bot Zugwiederholung an, doch Maximilian kämpfte um den vollen Punkt. Leider gab dies seine Stellung nicht her, weshalb er es mit der Brechstange probierte. Und hin war die gute Serie.

Schlimmer fast noch erwischte es unseren Remiskönig Maxim Korman, der heute richtigen Kampfgeist bewies, gut vorbereitet war und schnell in eine vorteilhafte Stellung kam. Dann gewann er den ersten Bauern, doch beim zweiten verschluckte er sich und übersah einen taktischen Kniff. Hin war auch diese Serie.

So schwinden hier und da die Hoffnungen, die ängstlichen Schnellremisen, egal wie die Stellung ist, steigen an, und doch haben die meisten von uns das Ziel 50 Prozent noch vor Augen.

Heute punkteten neben den Genannten: Frederik Beck (ja endlich!), Christoph Alsheimer (prima Partie), Saskia Zikeli (50 % erreicht), Elena Winkelmann (es geht doch), Andreas Heimann (50 % geschafft), Felix Graf (wieder glücklich und 50 Prozent).

Um einen halben Punkt kämpften: Manuela Mader, Thomas Fischer (ein Punkt fehlt noch), Alexander Jussupow, Andrea Mijatovic.

Für morgen bitten wir noch einmal um kräftiges Daumen drücken und Glück wünschen in der Heimat. Irgend etwas müsst ihr ja auch für den Erfolg tun!

Jörg Schulz

 

Finale gelungen
Evgenija Shmirina Vizeeuropameisterin U14

Der letzte Tag der EM begann verhalten: Es war kühl, die Sonne versteckte sich hinter Wolken, dabei wollten wir doch ein letztes Mal ins Meer.

Ach was, welch ein falscher Eindruck wird hier vermittelt, natürlich wollten alle noch mal kämpfen und auf vordere Plätze kommen. Was denn sonst? Und natürlich wollten wir alle Evgenija Shmirina die Daumen drücken, denn sie hatte noch die Chance Europameisterin in der U14 zu werden. Einen halben Punkt lag sie hinter den beiden Führenden zurück.

Die entscheidende Partie gegen ihre russische Gegnerin (6,5 Punkte) begann verhalten, der Grad zum Remis war klein, aber ein Sieg musste schon her. Dann gewann Evgenija einen Bauern und wickelte in ein Springerendspiel ab. Ihre Zeit wurde knapper, der Gewinnweg war schwer zu beschreiten. Es wurde laviert, es wurde nach kleinen Schwächen und Vorteilen gesucht, um den Bauern zu verwehrten. Stück für Stück gelang es ihr, den Vorteil auszubauen. Mit wenigen Minuten auf der Uhr stand sie endlich klar auf Gewinn. Doch Achtung, die Gegnerin holte noch einen Trick heraus und stellte eine Pattfalle. Würde Evgenija den Bauern in eine Dame umwandeln, war es patt. Doch souverän nahm sie den Turm und im selben Moment gab ihre Kontrahentin auf. Da am Nebenbrett die andere Spielern mit 6,5 Punkten schon längst gewonnen hatte, war klar, zum Titel würde es nicht reichen, aber den Vizetitel hatte sie sich gesichert.

Damit stand auch das beste Ergebnis dieser EM fest.

Alle anderen scheiterten an der Aufgabenstellung, mit mindestens sechs Punkten noch auf einen einzahligen Platz zu kommen. Arik Braun (U14) kam wieder einmal mit der Zeit nicht klar, verbrauchte zu viel davon beim Suchen nach den Gewinnvarianten und verlor im Endspiel. Dies war nicht sein Turnier!

Milana Smolkina (U10) musste an Tisch 1 gegen die Europameisterin ran, die mit 1,5 Punkten Vorsprung das Feld anführte. Milana wehrte sich tapfer und stand phasenweise recht gut. Doch die Abwehr der ständigen Attacken der Gegnerin verschlangen zu viel Zeit. Sie verlor diese Partie und blieb bei tollen 5 Punkten (sie ist noch neun Jahre alt!).

Ilja Zaragatski (U18) hatte mit einem rumänischen 2400 einen erneut starken Gegner und dazu auch noch Schwarz. Konnte er sich eventuell eine IM-Norm erspielen mit seinem bisher guten Turnier? Die Informationen darüber vom Veranstalter waren äußerst mangelhaft, selten hat es solch schlechte Tabellen und Unterlagen für die Spieler gegeben. Ganz zu schweigen von dem katastrophalen Bulletin, das eine Frechheit war und stolze 3,50 Euro pro Ausgabe kostete. Ilja hoffte auf eine Norm, die er sich mit einem Remis vermeintlich sichern konnte. Es kam zu einer taktisch verzwickten Stellung, in der er am Ende besser stand. Da bot er Remis an und hoffte auf die Norm. Am Ende reichte es nicht und er musste mit einem Guten Elogewinn vorlieb nehmen.

Juian Jorczik (U10) mit seinen 5,5 Punkten musste ebenfalls an Tisch 1 gegen den Turnierfavoriten spielen. Leider hatte er keine Chance, zu sicher spielte der Aserbaidschaner seine Partie herunter. In der Eröffnung reichte eine Unachtsamkeit von Julian und der Mehrbauer wurde technisch sauber verwertet. Trotzdem spielte Julian ein gutes Turnier. Zu ihm und seinen 5,5 Punkten schlossen noch durch Siege in der letzten Runde Felix Graf (der Jüngste U10ner) und Andreas Heimann auf.

Falko Bindrich (U12) konnte auch noch sein nicht so gutes Turnier mit sechs Punkten beenden, doch alle Gewinnversuche im Turmendspiel (diesmal eines mit gleich viel Bauern) scheiterten, er musste ins Remis einwilligen.

So kam es, dass wir zwar eine Vizeeuropameisterin stellen können, ansonsten aber eher bescheidene Platzierungen nach Hause bringen werden. Einzig die U10 wusste bei ihrem ersten großen internationalen Turnierauftritt zu gefallen.

Am letzten Tag gewannen noch einmal folgende Spieler neben den Genannten: Elvira Mass (kampflos), Nikolas Lubbe, Elena Winkelmann, Manuela Mader, Andreas Strunski, Thomas Schrödter und Andrea Mijatovic. Ein Remis erkämpften Maximilian Meinhardt, Sebastian Bogner, Ekaterina Jussupow, Thomas Fischer. Insgesamt kam die deutsche Delegation so auf 13 Punkte nach 13,5 am Vortag. Damit spielten wir drei Runden über dem Soll (13 Punkte), vier unter Soll und zwei genau mit 50 Prozent.

Schon in der Nacht zum Mittwoch machte sich der erste Achtsitzer von Herrn Bogner auf den Weg zurück in die Heimat, der zweite folgte am frühen Morgen, bis sich dann der größte Teil der Delegation gegen Mittag auf den Weg zurück machte. Zum Glück hatten wir uns für den Flughafen Valencia entschieden, so dass wir mit einer Verspätung von nur knapp 2 Stunden glimpflich davon kamen gegenüber den bis zu acht Stunden in Barcelona. Unterdessen dürften alle wieder glücklich zu Hause angekommen sein.

Jetzt beginnt die Auswertung und Nachbereitung der EM. Die muss allerdings hauptsächlich jeder für sich vornehmen.

Insgesamt waren wir eine harmonische Delegation, in der es Spaß machte mitzuwirken. Ein besonderer Dank geht an Norbert Bogner und Volker Widmann, die für die Datenübertragung in die Heimat sorgten und an Frau Jorczik, die uns mit ihren Spanischkenntnissen eine wertvolle Hilfe war. Vielen Dank!

Jörg Schulz

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