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Chessy

Protokoll der Vorstandssitzung der DSJ
vom 05. bis 06. September 2003 in Hamburg

Teilnehmer:
  Patrick Wiebe, Rainer Niermann, Norbert Lukas, Michael Klein, Markus Semmel, Jörg Schulz
Teilnahme am Samstag: Martin Wojdyla
Entschuldigt:
  Thorsten Haber, Eike Schwede, Helmut Schumacher, Jan Pohl, Christian Goldschmidt

Top 1: Begrüßung, Feststellung der Beschlussfähigkeit und Stimmenzahl, Wahl des Protokollführers

Patrick Wiebe begrüßt die Teilnehmer an der Vorstandssitzung und stellt die Beschlussfähigkeit fest. Zum Protokollführer wird Jörg Schulz berufen.

Top 2: Beschluss der Tagesordnung

Die Tagesordnung wird ohne Ergänzung genehmigt.

Top 3: Protokoll der Vorstandssitzung vom 11. bis 13.07.2003

Das Protokoll wird ohne Änderung einstimmig genehmigt.

Top 4: Haushalt 2003 und aktuelle Finanzbeschlüsse

Markus Semmel informiert den Vorstand über ein Finanzgespräch in der Geschäftsstelle mit dem Schatzmeister Michael S. Langer des Deutschen Schachbundes. Dabei wurde noch einmal festgehalten, dass der DSB Kürzungen in seinem Etat vornehmen muss und davon auch die Deutsche Schachjugend nicht freigestellt werden kann. Die DSJ wird sich bemühen, den Betrag von 2.500,-- € im laufenden Haushalt einzusparen. Es wird aber auch noch einmal betont, dass dieses schwer zu erreichen sein wird, da der Etat 2003 durch die Ausgaben im Bereich Marketing und Öffentlichkeitsarbeit stark belastet wurde. Im Rahmen des Gespräches wurde auch festgelegt, dass die Deutsche Schachjugend für den Arbeitsschwerpunkt Schulschach im kommenden Haushaltsjahr einen Zuschuss durch den Deutschen Schachbund in der Größenordnung von 3.000,-- bis 5.000,-- € erhalten wird. Dafür muss die DSJ noch einen Finanzplan vorlegen. Im Haushaltsjahr 2003 werden die Aktivitäten im Schulschach durch den laufenden Etat der DSJ gedeckt werden.

Für die Deutschen Einzelmeisterschaften liegt ein vorläufiger Kassenabschluss vor. Noch sind nicht alle Einnahmepositionen erfasst, so dass auch noch Zahlungen der Landes-schachjugenden in Höhe von ca. 20.000,-- € ausstehen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die DEM 2003 mit einem Überschuss abgeschlossen hat, der gemäß DSJ-Beschlusslage zweckgebunden für die DEM 2004 zur Verfügung gestellt wird.

Im Etat der DSJ soll eine neue Position „Werbematerialien“ mit Einnahmen und Ausgaben geschaffen werden. Sie wird dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit zugeordnet. In dieser Etatposition sollen alle Ausgaben für Plakate, Flyer, Postkarten, Musik-CD, Chessy-Puppe und T-Shirts zusammengefasst werden.

Markus Semmel verdeutlicht noch einmal, dass im laufenden Geschäftsjahr keine neuen Ausgaben mehr getätigt werden können.

Säumniszuschläge DEM:

Erstmalig hat Markus Semmel die Möglichkeiten der veränderten Finanzordnung ausgeschöpft und einige Landesschachjugenden mit Säumniszuschlägen belegt, die vor der Deutschen Einzelmeisterschaft nicht den notwendigen 2/3-Betrag der Teilnehmer-eigenleistungen auf das DSJ- Konto überwiesen hatten. Der Vorstand unterstützt diese Maßnahme und geht im Einzelnen die Einwendungen der Landesschachjugenden durch. Es scheint notwendig zu sein, die Finanzordnung zu präzisieren. Markus Semmel wird hierfür zur nächsten Vorstandssitzung einen Vorschlag unterbreiten.

Beschlossen wird für die künftigen Deutschen Einzelmeisterschaften, dass die Landesschachjugenden aufgefordert werden, 2/3 des Gesamtbetrages für ihre Teilnehmer und Betreuer vor der DEM zu überweisen und das letzte Drittel zwei Wochen nach Abschluss der DEM. Diese Frist wird den Landesschachjugenden rechtzeitig mit der Ausschreibung mitgeteilt. Der Vorstand weist auch noch einmal daraufhin, dass die Ausschreibung mit den detaillierten Teilnehmerbeiträgen wie eine Rechnung zu behandeln ist. Nach Abschluss der DEM wird eine Kontrollabrechnung durch die DSJ erstellt und den Landesschachjugenden zugeschickt. Es wird jedoch erwartet, dass aufgrund der vorliegenden Teilnehmerbeiträge die Landesschachjugenden von sich aus eigenständig ihre Beträge an die DSJ abführen.

Top 5: Vergabe der DEM 2004

Durch Jörg Schulz liegt ein ausführlicher Bericht über drei Objekte für die Ausrichtung der DEM 2004 vor. Es handelt sich hierbei um das Sauerland Stern Hotel in Willingen, das Ferienhotel in Templin und den Ferienfreizeitpark in Kalkar.

Helmut Schumacher und Jörg Schulz haben, wie von der Vorstandssitzung in Kassel beschlossen, einen Ausrichterbesuch in Templin durchgeführt. Das Hotel in Templin ist für eine Austragung einer Deutschen Einzelmeisterschaft geeignet. Ebenso wäre die Ferienanlage in Kalkar für die Ausrichtung einer DEM geeignet. Es würden dort zwar ähnliche Probleme mit anderen Gästen wie im Sauerland Stern auftreten, diese ließen sich aber auch durch geeignete Maßnahmen in Grenzen halten. Das finanzielle Angebot aus Kalkar ist jedoch für die Durchführung einer Deutschen Einzelmeisterschaft nicht geeignet. Die DSJ müsste die Teilnehmerbeträge weiter anheben. Der finanzielle Vergleich zwischen Willingen und Templin ergibt, dass Templin einen ähnlichen Kostenrahmen anbietet wie Willingen. In diesem Fall ist zu entscheiden, welcher Ausrichtungsort die besseren Möglichkeiten für die Durchführung einer Deutschen Einzelmeisterschaft bietet.

Der Vorstand beschließt einstimmig, die Deutschen Einzelmeisterschaften 2004 in den Sauerland Stern nach Willingen zu vergeben.

Gleichzeitig wird festgelegt, dass bis zur Vorstandssitzung im Dezember weitere mögliche Objekte für die DEM 2005 gesucht werden sollen, um diese frühzeitig zu vergeben. Für 2005 kommt auch das Ferienhotel Templin in Frage.

Beschlossen wird ebenfalls, das Angebot der DEM 2004 um ein offenes Juniorenturnier zu erweitern. Die Modalitäten dafür, sind vom AK Spielbetrieb festzulegen. Es wird angeregt, das Alter im Juniorenbereich auf 23-25 Jahren zu begrenzen. Außerdem soll ein Titel wie „Offener Deutscher Juniorenmeister“ im Open vergeben werden. Angedacht ist, alle Altersgruppen der DEM 2004 in der Sauerland Kongresshalle zu spielen.

Die Teilnehmerbeiträge werden wahrscheinlich auf dem Stand von 2003 auch für die DEM 2004 angeboten werden können. Eventuell ist im unteren Segment eine Erhöhung von 1,-- € notwendig, um die Ausrichtungskosten abdecken zu können. Weiterhin sollen auch die offiziellen Trainer und Delegationsleiter der Landesschachjugenden mit einem täglichen Betrag von 10,-- € bezuschusst werden.

Top 6: Schwerpunktthemen

a) Schulschach

Aufgrund der Sommerpause nach der letzten Vorstandssitzung und vieler anderer Veranstaltungen sind Arbeitsaufträge im Bereich des Schulschachs noch nicht umgesetzt worden. Geplant ist von Christian Goldschmidt, in Dortmund ein Schulschachprojekt zu organisieren, und dort einen Pokal mit 16er Mannschaften auszuschreiben. Dieser Schulschachpokal soll testweise durchgeführt werden, um andere Austragungsformen im Schulschach auszuprobieren.

Der Deutsche Schachbund hat zugesagt, im Jahre 2004 die Aktivitäten im Arbeitsschwerpunkt Schulschach finanziell zu unterstützen (siehe Top 4).

In den letzten Wochen ist es zu einer Einigung zwischen Euro Schach Dresden und der Deutschen Schulschachstiftung gekommen. Der Materialverkauf der Schulschachstiftung wird ab sofort über Euro Schach Dresden abgewickelt.

b) Schach mit Kindern

Die Werbung für die sächsische U8-Meisterschaft unter Beteiligung der Deutschen Schachjugend ist angelaufen. Rainer Niermann wird als Schiedsrichter für die DSJ vor Ort sein und abschließend einen Bericht über die Veranstaltung abgeben. Für die Gestaltung des Rahmenprogramms stehen die Mitarbeiter der DSJ noch nicht fest. Die Planungen für ein zweites Kinderschachturnier, welches gemeinsam mit der Hessischen Schachjugend veranstaltet werden soll, sind noch nicht abgeschlossen. Im Bereich der Spielefeste für Kinder wurde vereinbart, dass Martin Zemella bei seinem Jugendturnier neue Formen der Spiele für Kinder ausprobieren wird und dass die Bayerische Schachjugend noch in diesem Jahr ein Spielefest in Verbindung mit dem SC Vaterstetten (bei München) austragen wird. Die Württembergische Schachjugend befindet sich hingegen noch auf der Suche nach einem geeigneten Verein für die Ausrichtung eines Schachspielefestes und die Hamburger Schachjugend hat ihre Pläne auf 2004 verlegt.

In der Zwischenzeit hat ein Gespräch mit der Bayerischen Schachjugend über deren Türmchenaktion im Kinderbereich stattgefunden. Die DSJ ist bereit, diese Aktion als einen wichtigen Motivationsfaktor im Kinderbereich zu unterstützen und wird diese Aktion auf der Herbsttagung gegenüber den anderen Landesschachjugenden bewerben. Geplant ist, als sichtbares Zeichen für die Türmchenaktion ein extra gestaltetes T-Shirt bzw. eine Schirm-mütze anzuschaffen, damit die Kinder sichtbar bei den Schachveranstaltungen zeigen können, dass sie an der Türmchenaktion erfolgreich teilgenommen haben. Die Kosten hierfür müssten durch die beteiligten Landesschachjugenden und die DSJ geteilt werden.

Top 7: Aktuelle Projekte 2003/2004

a) Kooperationen mit Euro Schach

Die Kooperation zwischen Euro Schach Dresden und der Deutschen Schachjugend wurde erneuert und wird fortgesetzt. Die Öffentlichkeitsarbeit über die Kooperation hat begonnen, auf der Internetseite der DSJ ist die Partnerschaft beschrieben. Verschiedene Aufgaben sind nun von beiden Seiten zu erledigen.

b) Zeitschrift Jugendschach

Der Jugendschachverlag (Euro Schach Dresden) zeigte sich sehr erfreut über die Position des Vorstandes der Deutschen Schachjugend, die Zeitschrift Jugendschach unbedingt zu erhalten und dieses Projekt dauerhaft zu unterstützen. Es wurde zwischen dem Verlag und der DSJ folgender Zeitplan erarbeitet: Intensive Fragebogenaktionen bis Ende des Jahres, Auswertung der Fragebogenaktionen in der ersten Hälfte 2004, neu gestaltete erste Ausgabe der Zeitung Jugendschach September 2004. Aufgabe der DSJ ist es nun, im September den Fragebogen zu erstellen und diesen dann flächendeckend in Deutschland zu verteilen. Mit dem Fragebogen sollen regelmäßige Leser der Zeitschrift erreicht werden, aber auch Jugendliche, die bisher noch nicht mit der Zeitung in Berührung gekommen sind. Der Fragebogen soll auch aktiven Vereinen und den Landesschachjugenden zur Verfügung gestellt werden. Mit den Landesschachjugenden soll über eine verstärkte Werbung gesprochen werden und es soll die Anregung weitergegeben werden, die Zeitschrift Jugendschach für Landesmeldungen zu verwenden. Gedacht ist dabei an einen regionalen Teil in der Zeitschrift Jugendschach, wie er aus der Rochade bekannt ist.

c) Schulschachpokal im Internet

Der Schulschachpokal der DSJ im Internet hat bei den laufenden Projekten die höchste Priorität in der Umsetzung. Ende September sollte mit der Werbung für den Schulschachpokal begonnen werden.

d) Deutsch-Französische Jugendbegegnung

Im Rahmen des Jubiläumstreffens des Deutschen und Französischen Schachverbandes im November in Saarbrücken soll eine Jugendbegegnung parallel dazu durchgeführt werden.

e) Weiterentwicklung Internetangebot

An der Weiterentwicklung des Internetangebotes wird gearbeitet. Der Grand Prix hat im August mit einer angesichts der kurzen Werbephase positiven Teilnehmerzahl begonnen.

f) Marketing Musik-CD

Michael Klein informiert, dass derzeit Hörproben für das Internet von den einzelnen Musikstücken der CD erstellt werden. Diese werden dann ChessBase aber auch den Landesschachjugenden zur Verfügung gestellt, damit diese auf ihren Internetseiten Werbung für die CD machen können.

Top 8: Vorbereitung der Herbsttagung

Der Vorstand beschließt, einen Antrag zur nächsten Jugendversammlung vorzubereiten, die Herbsttagung als offizielle Veranstaltung aus den Ordnungen der DSJ herauszunehmen. In den letzten Jahren musste immer wieder festgestellt werden, dass die Landesschachjugenden nur begrenzt an dieser Veranstaltung teilnehmen. Vielmehr soll künftig mit Zukunftswerkstätten und Themenworkshops gearbeitet werden. Der Kontakt zu den Schachjugenden in Vorbereitung der Jugendversammlung soll jedoch fortgesetzt werden, so können z. B. Spielbetriebsthemen offiziell im Rahmen der Deutschen Einzelmeisterschaften diskutiert werden.

Top 9: Verschiedenes

Deutsche Ländermeisterschaft: Von Norbert Lukas sind erste Informationen zur Ausrichtung 2004 verschickt worden. Es liegt ein Ausrichtungsangebot für Bad Sulza vor. Um die Ausrichtung dort zu gewährleisten, muss sowohl ein Hotel als auch die dortige Jugendherberge angemietet werden. Norbert Lukas wird eine Umfrage bei den Landesschachjugenden starten, welche Landesschachjugenden das Hotel, welche die Jugendherberge bevorzugt. Aufgrund der Rückmeldungen wird dann ein Preisangebot erstellt. Insgesamt gibt sich Norbert Lukas für die umgestaltete DLM optimistisch. Es haben wieder mehr Landesschachjugenden gemeldet. Zu rechnen ist mit einer Beteiligung von ca. 14 Mannschaften bei der diesjährigen DLM.

AG Zukunft:

Die neu ins Leben gerufene Arbeitsgruppe Zukunft hat ihre erste Sitzung durchgeführt, die zweite Sitzung der AG Zukunft soll am Wochenende 10./11.01.2004 durchgeführt werden.

Jörg Schulz
September 2003

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© 1.98 by Gerhard Hund (TeleSchach) für die DSJ in der Deutschen Sportjugend | Update 19.09.2003