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Chessy

DSJ - FORUM
Ausgabe 2000 - 07


Rechtsradikalismus darf im Sport keinen Platz haben
Ein Appell der Deutschen Sportjugend

Angesichts der wachsenden Bedrohung unserer Gesellschaft durch Gewalt, Rassismus, Intoleranz und Rechtsextremismus appelliert der Vorstand der Deutschen Sportjugend an die 87.000 Turn- und Sportvereine und ihre mehr als 2 Millionen Jugendbetreuer, Übungsleiter und Trainer, nicht in ihrem Engagement für ein freundschaftliches, tolerantes, faires und vorurteilsfreies Miteinander im alltäglichen Sportbetrieb nachzulassen.

Rechtsradikales Gedankengut darf auch im Sport keinen Platz haben!

Es gilt jetzt, die in unzähligen Initiativen und Aktionen des Sports in der Vergangenheit geleistete Aufbauarbeit zur Prävention, Integration und Resozialisierung junger Menschen nicht durch eine gewalttätige Minderheit demontieren zu lassen, sondern vielmehr mit neuen Ideen, Inhalten und Strategien auszubauen, Alternativen aufzuzeigen und dadurch eine Gegenbewegung einzuleiten.

Der Vorstand der Deutschen Sportjugend ist zutiefst besorgt über die Zunahme der Gewaltbereitschaft und Menschenhatz rechtsextremer Gruppen, vor allem in den neuen Ländern, deren Folgen gravierende Einschnitte für das Sozial- und Gemeinschaftsgefüge und negative Auswirkungen für die Kultur- und Wirtschaftsstandorte sein werden.

Der dsj-Vorstand begrüßt ausdrücklich die durch die aktuelle Beunruhigung über rechtsextreme oder ausländerfeindlich motivierte Gewalttaten gegründeten Bündnisse und Zusammenschlüsse mit dem Ziel, aufzuklären, wachzurütteln und Gesicht zeigen!

Er fordert die in Bund und Ländern politisch Verantwortlichen dazu auf, die notwendigen Voraussetzungen für wirksamere ordnungspolitische Maßnahmen und auch für sozialpädagogische, sportorientierte Projekte zu schaffen.

Er bekräftigt seine Entschlossenheit, weiterhin das Medium Sport für besondere Programme mit jungen Menschen aus anderen Kulturkreisen als Beitrag zu deren Integration zu nutzen und damit der Ausgrenzung aufgrund ausländischer Herkunft, fremder Sprache oder ihrer Religion entgegenzuwirken.

Auch die Schachjugend ist gefordert !
Jeder von uns ist gefordert !

Hastige Programme, Stellungnahmen und mediengerechte Betroffenheit von Politikern ist das eine, das andere ist die tägliche Arbeit mit Jugendlichen. Und gerade dabei ist jeder gefordert, die Deutsche Schachjugend genauso wie jede Landesschachjugend, wie jeder Bezirk, jeder Verein, jeder Jugendleiter.

Und wir sollten nicht sagen, das geht uns nichts an!

Es ist erst wenige Wochen her und geschah bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Überlingen, als ein ausländischer Teilnehmer die Meisterschaft abbrach, nach Hause fuhr, da er die Attacken gegen sich nicht mehr aushielt.

Das ist doch nicht vergleichbar mit dem, was wir derzeit auf den Straßen erleben.

Und gerade das ist falsch, denn im Kleinen fängt es an. Wenn schon bei kleinen Anlässen keiner hinschaut, man es vertuscht - wie es in Überlingen leider versucht wurde -, es nicht offen mit den Jugendlichen anspricht, kann es sich ausweiten und in anderer Qualität enden.

Da liegt unsere Verantwortung in der Arbeit gegen Gewalt, gegen Ausländerfeindlichkeit. Immer bei den Anfängen präsent sein. Nicht wegschauen, nicht ignorieren! Stattdessen eingreifen, auf Fehler aufmerksam machen, mit den Jugendlichen diskutieren!

Nicht die Lichterkette ist das Besonderes, sondern wenn wir alle uns unserer Verantwortung im Jugendbereich bewusst werden und danach handeln, das ist es! Und kein Politiker muss mehr betroffen in die Kamera schauen!

(Jörg Schulz)


Europa wächst zusammen

Europa wächst unaufhörlich zusammen, so wollen es die Politiker, nicht immer die Menschen. Und doch gibt es schon heute viele grenzübergreifende Kontakte zwischen einigen Landesschachverbänden. Landesschachjugenden und Regionen der angrenzenden Länder. Politisch wird von den "Euregio" Zonen gesprochen, weshalb es hier und da für Maßnahmen auch Finanzmittel gibt.

Der Jugendwart der Schachjugend Niederrhein (NRW) Wilfried Haverkamp berichtet von einem dieser Beispiele jahrelanger Kontakte, Vergleiche über die Grenzen hinaus.

Die DSJ möchte gerne, dass diese Kontakte intensiviert und neue aufgebaut werden. Im ersten Schritt dazu möchten wir eine Zusammenstellung der bestehenden Kontakte erstellen und bitten um Mithilfe.

Wir wissen von Vergleichen zwischen Baden und dem Elsass, von Rheinland-Pfalz und Luxemburg, zwischen NRW und den Niederlanden. Es fehlen aber die genauen Informationen darüber.

Informationen werden erbeten an die Geschäftsstelle der DSJ,
Hanns-Braun-Str. Friesenhaus I, 14053 Berlin,
Tel.: 030/3000 78 13, Fax.: 030/3000 78 30, E-Mail: SchulzJP@aol.com,

oder an den 2. Vorsitzenden der DSJ und Vorsitzenden des Arbeitskreises Internationale Jugendarbeit Patrick Wiebe,
Rendsburger Landstraße 87, 24113 Kiel,
Tel.: 0431/643 41 22, E-Mail: p.Wiebe@t-online.de

(Jörg Schulz)


Bezirksvergleichskampf der Niederrhein-Maas-Bezirke 2000 - Jugendschach
Distrikten-kampioenschap Rijn-Maas 2000 - Jeugdschaak

Zum Saisonende trägt die SJ Niederrhein traditionell einen Bezirksvergleichskampf aus. Daran nimmt seit vielen Jahren ein Team der niederländischen Provinz Nord-Brabant (Noord-Brabantse Schaakbond / NBSB) teil, seit letztem Jahr auch eine Auswahlmannschaft aus Niederländisch- Limburg (Limburgse Schaakbond / LiSB). Gespielt wird ein Schnellschach-Turnier mit Zwölfer- Teams (je zwei in den Altersgruppen U20, U18, U16, U14, U12 und U20w). Ausrichter war am 25. Juni dieses Jahres turnusmäßig die SJ Duisburg zusammen mit der Jugendgruppe des ESV Großenbaum. Klarer Sieger wurde die Bezirksjugend "Linker Niederrhein" mit ihrem Team Maria und Jan-Daniel Cleven (U20), Mohammad Rezasade und Christoph Königs (U18), Amir Rezasade und Dirk Lennarz (U16), Nicolas Vandenbergen und Udo Hoffmann (U14), Nicolas van Orsouw und Daniel Pilat (U12), Katrin Swemers und Lilli Rogalski (U20w).

Der Endstand des Turniers mit ein wenig Historie

Eine Erweiterung um ein Team aus Belgisch-Limburg hat in diesem Jahr leider nicht geklappt. Aber vielleicht gelingt dies am 1. Juli 2001, wenn die Elberfelder SG 1851 das Turnier im Rahmen ihrer 150-Jahr-Feier ausrichtet.

(Wilfried Haverkamp)


Ausschreibung:
ÖFFENTLICHKEITSARBEIT MIT PFIFF GESTALTEN

Infos - Aktionen - Planungen - Erstellung von Materialien zum Mitnehmen

17. - 19. November 2000

Mit wenig zeitlichem, personellem, finanziellem Aufwand kann unsere Arbeit, unsere Anliegen und unsere Bedeutung vor Ort so transportiert werden, dass sie Wirkung zeigt und es zugleich Spaß macht.

Alles das kann man bei dem Termin erfahren UND erleben. - Am Schluss kannst Du Ideen und auch noch ein paar Aktionsmateria-lien für den praktischen Einsatz vor Ort mitnehmen.

Leitung: Sylvie Meller (Deutsche Schützenjugend)
Christian Warneke (Deutsche Schachjugend)

Termin: 17.- 19. 11.2000 in der Jugendherberge Hannover

Kosten: Die Reisekosten (DB, 2.Klasse bei allen möglichen Vergünstigungen) werden bis zu 100,- DM erstattet und natürlich auch die Kosten für Unterkunft und Verpflegung.

Das Seminar wird in Kooperation mit der Deutschen Schützenjugend durchgeführt.

Die Anmeldungen sind zu richten an Christian Warneke,
Saselbergweg 58, 22395 Hamburg,
Tel.: 040/6066355, E-Mail: Cwarnek@gmx.net


Impressum DSJ-FORUM

Herausgeber: Deutsche Schachjugend
http://Deutsche-Schachjugend.de/
Verlag: JugendSchachVerlag, Partner der Deutschen Schachjugend
Redaktionsanschrift: Geschäftsstelle Deutsche Schachjugend, Jörg Schulz, Hanns-Braun-Str. Friesenhaus I, 14053 Berlin.

Das DSJ-FORUM ist das Informationsblatt der Deutschen Schachjugend. Es erscheint 10 mal im Jahr als Beilage der Zeitung JUGENDSCHACH.
DSJ-FORUM wird gefördert aus Bundesmitteln des Ministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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© 1.98 by Gerhard Hund (TeleSchach) für die DSJ in der Deutschen Sportjugend | Update 18.11.2001