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Chessy

DSJ - FORUM
Ausgabe 2000 - 08


Jugendarbeit ändert sich!

Es ist ein altes Lied und trotzdem ein immer aktuelles - Jugendarbeit muss sich immer wieder ändern, muss immer wieder hinterfragt werden. Alte Konzepte helfen oft nicht weiter. Wer die Arbeit nicht ständig hinterfragt, bleibt in seiner Jugendarbeit zurück und verliert den Anschluss.

Vor einiger Zeit lud daher der Hamburger Schachjugendbund zu einem Kreativ-Treff ein und stellte seine gesamte Arbeit infrage, so wie dies von Zeit zu Zeit auch die Deutsche Schachjugend macht. Die Ergebnisse des HSJB sind übrigens in einer sehr guten Broschüre zusammen gefasst worden, die beim 1. Vorsitzenden André van de Velde bestellt werden kann.

Die Schachjugend des nördlichsten Bundeslandes zieht nun nach und ruft seine Vereine zu einem Workshop auf:

Einladung zum Workshop: Kinder- und Jugendarbeit

Die SJ Schleswig-Holstein kann zur Zeit mit der Jugendarbeit weder in der Spitze noch in der Breite zufrieden sein. Immer weniger Kinder nehmen in den jüngeren Jahrgängen an den Landesmeisterschaften teil. In immer weniger Vereinen wird effektive Jugendarbeit geleistet. Die wenigen Jugendliche belegen auf den Deutschen Meisterschaften zumeist nur hintere Plätze. Um diesen Trend zu ändern, muss besonders in den jüngeren Jahrgängen etwas geschehen. Es müssen Konzepte her, die mit den Vereinen koordiniert werden. Ideen aus den Vereinen sollen integriert werden.

Hierzu soll dieser Workshop dienen.

Wir hoffen, dass aus allen größeren Vereinen (mindestens) ein Teilnehmer am Workshop teilnimmt. Nur so können diese Vereine eingebunden werden. Im Vorwege bekommen alle Teilnehmer zudem ein Infopaper, welches vom Vorsitzenden Martin Upleger und Lehrwart Andreas Kohtz erarbeitet wird.

Herzlich erwünscht sind natürlich auch Konzepte aus den Vereinen

Ort:	Kieler Schachkeller, Alte Lübecker Chaussee 21 (hinterm 1000-Körner-Markt)
Datum:	14. Oktober 
Beginn:	10.00 Uhr 
Anmeldung möglichst bis Samstag, den 07. Oktober
an Volker Ibs, Tel. + Fax: 0431/5796370, Email: Vibs2@aol.com


Deutsche Schulschachstiftung e.V. fordert
Schach gehört an jede Schule!

Die Deutsche Schulschachstiftung wurde 1995 gegründet mit den Zielen,

Mit einer Werbeschrift in einer Startauflage von 50.000 Exemplaren geht die Schulschachstiftung nun in die Offensive für Schach an Deutschlands Schulen!

"Schach hilft Kindern, mannigfaltige Fähigkeiten und Charaktereigenschaften zu entwickeln, die im täglichen Leben sehr wichtig sind: Logik, die Fähigkeit, Dinge zu Ende zu denken und korrekte Entscheidungen zu treffen, und die Fähigkeit, Verantwortung für diese Entscheidungen zu übernehmen. Das Schachspiel erzieht Kinder zur Disziplin." (Kurt Lellinger, Vorsitzender der Schulschachstiftung)

Schach gehört daher an jede Schule, sollte in irgendeiner Form von jeder Schule angeboten werden.

Die vorliegende Werbeschrift präsentiert daher auch Schach

und fordert die Schulen auf, Schach ins Angebot der Schulen aufzunehmen.

Die Werbeschrift ist im Format DIN A4 mit 12 Seiten Umfang erschienen. Sie ist aufwendig mit hervorragendem Layout, mehrfarbig mit eindrucksvollen Bildern gestaltet und präsentiert Schach als ein anspruchsvolles Produkt mit Qualitätsanspruch.

Die Schulschachstiftung wirbt mit dieser Werbeschrift für den Schachsport aber auch für sich. Die geplanten Aktivitäten - im Vordergrund wird die Lehrerfortbildung stehen, das Erstellen von Lehrmaterialien - benötigen Geldmittel. Die Schulschachstiftung reagiert darauf mit ihrem Motto "Hilfe durch Selbsthilfe". Sie hofft auf die Unterstützung einer jeden Schule und eines jeden Schachfreundes durch eine kleine Spende an die Deutsche Schulschachstiftung e.V., um das Kulturgut Schach in den Schulen noch umfangreicher zu verbreiten.

Die Schulschachstiftung unterstützt die Lehrer und Schulen zusätzlich durch günstige Angebote im Bereich Spielmaterial und Fachliteratur. Auch hierüber gibt die Werbeschrift ausführlich Auskunft.

Die Werbeschrift wird über die Schulämter an alle Schulen in Deutschland verteilt und auch allen Vereinen in Deutschland zur Verfügung gestellt. Sie kann aber auch in der Geschäftsstelle in Berlin angefordert werden (Hanns-Braun-Str. Friesenhaus I, 14053 Berlin).

Wer Kontakt zu Schulen oder zu Behörden, zur Politik, Wirtschaft aufnehmen möchte, der erhält durch diese Werbeschrift eine wichtige Unterstützung.

(Jörg Schulz)


Aktion Werbemittelpakete für 2000 ausgelaufen

Die beiden preisgünstigen Werbemittelpakete können ab sofort nicht mehr bestellt werden, da die Sonderaktion ausgelaufen ist. Es ist jedoch beabsichtigt, im nächsten Jahr eine Neuauflage zu starten. Rechtzeitig zur Saison der Straßen-, Stadtteilfeste etc werden die Werbepakete wieder zur Verfügung stehen.

Alle Vereine und Interessierten werden gebeten, die entsprechenden Informationen in den Schachzeitungen und im Internet zu verfolgen.

(Ernst Bedau)


Lippenbekenntnisse zur Schachjugend ?

"Ohne Jugendschach keine Zukunft im Deutschen Schach."
"Wir brauchen das Jugend- und Schulschach."
"Wir stehen zum Jugendschach in Deutschland."

Diese und andere Bekenntnisse zum Jugendschach gehören zum Alltag im Deutschen Schachbund: und wir von der Jugendorganisation des Deutschen Schachbundes sind auch der Ansicht, dass diese Sichtweise der Präsidenten der Landesverbände und anderer führender Köpfe des DSB richtig ist im Angesicht der rapide sinkenden Mitgliederzahlen des Deutschen Schachbundes.

Nur stellt sich uns immer öfter die Frage, ob dies Äußerungen aus Überzeugung sind oder aber nur Lippenbekenntnisse ohne Wert?

Stehen die Landespräsidenten zum Jugendschach in Deutschland, wozu auch die Organisation gehört, die nahe an den Kindern und Jugendlichen in den Schulen und Vereinen mit den Jugendlichen zusammen das Jugendschach in Deutschland organisiert, oder finden die Landespräsidenten es nur ganz angenehm, wenn Jugendliche in Deutschland Schach spielen, bitte aber ohne die lästige Organisation?

Kann man behaupten, dass der DSB ohne eine umfassende Arbeit im Schul- und Jugendbereich keine Zukunft hat, und gleichzeitig auf dem Kongress des Deutschen Schachbundes fordern, eine anstehende Beitragserhöhung zur Bewältigung der selbst gestellten Aufgaben dadurch zu verhindern, in dem man der Deutschen Schachjugend ihre Mittel kürzt?

Kann man mit Überzeugung erklären, wir stehen zum Jugendschach, wenn man gleichzeitig der Deutschen Schachjugend das Recht abspricht, die Kandidaten für das Amt des DSB-Präsidenten zu einer DSJ-Tagung einzuladen, um mit ihnen zusammen über die Zukunft des DSB zu sprechen, um die Ideen und Konzepte dafür zusammen mit den Kandidaten zu diskutieren?

Jugendschach ja - nur bitte die Organisation dazu nicht! So heißt es mehr oder weniger offen an verschiedenen Stellen.

Die Deutsche Schachjugend fordert, ohne Lippenbekenntnisse offen zu sagen, was man will, wie man Jugendarbeit versteht und die Diskussion mit der Schachjugend zu führen.

Wer - wenn nicht die Fachleute aus der Schachjugend - soll die Jugendarbeit machen? Wie soll der Erziehungsauftrag, den uns die eigene Satzung und weitergehende Bestimmungen des Sportes und des Bundesministeriums aufgeben, erfüllt werden? Wie wollen die Verbände die Potentiale der Schachjugend nutzen, wenn sie die Organisation selbst ablehnen?

Und die Potentiale der Jugendorganisation brauchen sich nicht zu verstecken, wir sind in einigen Bereichen dem Deutschen Schachbund um viele Meter voraus! Man denke nur an die Aktivitäten im Internet mit der zeitgemäßen Präsentation von Jugendmeisterschaften, an die zeitgemäße moderne Präsentation von Schach in der Öffentlichkeit auf Messen, öffentlichen Veranstaltungen, an Großveranstaltungen der DSJ, wie die jährliche Durchführung der zentralen Meisterschaften mit ca. 700 Personen.

Dem Deutschen Schachbund hilft bei der Bewältigung der vor ihm stehenden Aufgaben ein ehrliches Bekenntnis zum Jugendschach und zur Jugendorganisation, verbunden mit einer umfangreichen Unterstützung der Jugendarbeit. Dazu gehört auch Offenheit für neue Ideen, Offenheit zur Diskussion und Auseinandersetzung und das Nutzen der vorhandenen Potentiale und Initiativen, die aus der Jugend kommen.

Dann kann der Deutsche Schachbund mit Zuversicht und Blick nach vorn sein 125jähriges Jubiläum 2002 feiern und sicher sein, dass auch ein alter, traditioneller Sportverband modern und jung bleibt.

(Michael Juhnke, Vorsitzender der DSJ)


Impressum DSJ-FORUM

Herausgeber: Deutsche Schachjugend
http://Deutsche-Schachjugend.de/
Verlag: JugendSchachVerlag, Partner der Deutschen Schachjugend
Redaktionsanschrift: Geschäftsstelle Deutsche Schachjugend, Jörg Schulz, Hanns-Braun-Str. Friesenhaus I, 14053 Berlin.

Das DSJ-FORUM ist das Informationsblatt der Deutschen Schachjugend. Es erscheint 10 mal im Jahr als Beilage der Zeitung JUGENDSCHACH.
DSJ-FORUM wird gefördert aus Bundesmitteln des Ministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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© 1.98 by Gerhard Hund (TeleSchach) für die DSJ in der Deutschen Sportjugend | Update 18.11.2001